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Analyse

So schnell verschwindet der Verbrennungsmotor nicht

Motorenfertigung in einem Werk in Spanien
Motorenfertigung in einem Werk in Spanien(c) REUTERS (Albert Gea)
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Ab 2035 sollen in Europa nur noch Neuwagen zugelassen werden, die emissionsfrei sind. Bedeutet das das Ende des Diesel- und Benzinmotors?

Wien. Es war ein ziemlicher Eiertanz, den Audi jüngst mit seinem Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor aufführte.

Zuerst meinte der deutsche Autohersteller, dass man voraussichtlich ab 2030, 2035 keine neuen Autos mit Benzin- und Dieselmotor mehr fertigen werde. Dann relativierte ein Manager, man müsse beim Ausstieg berücksichtigen, dass die Transformation hin zur Elektromobilität in verschiedenen Ländern in verschiedenen Geschwindigkeiten passiere. Der Entwicklungschef von Audi ergänzte kurze Zeit später, dass man deshalb den Verbrennungsmotor sehr wohl weiterentwickeln werde.

Als sich niemand mehr auskannte, stellte Audi-Chef Markus Duesmann klar: Spätestens 2033 werde man die Produktion von Benzin- und Dieselautos beenden – außer in China, dort werde man sie weiterhin bauen.

Der Zickzackkurs von Audi war deshalb bemerkenswert, weil er in aller Öffentlichkeit gefahren wurde. Hinter verschlossenen Türen aber dürften die Diskussionen bei allen Autoherstellern ähnlich ablaufen. Wie soll man sich künftig ausrichten? Wie schnell soll man sich vom Verbrennungsmotor verabschieden? Auf welche Märkte muss und kann man in Folge verzichten?