Expansion

Autozulieferer Novem bringt Börsengang über die Ziellinie

Aktien des nordbayerischen Unternehmens wurden zu 16,50 Euro zugeteilt. Eigentümer Brenninkmeijer investiert mit.

Der nordbayerische Autozulieferers Novem hat seinen Börsengang im Endspurt über die Ziellinie gebracht. Der Hersteller von Zierteilen für Oberklasse-Autos teilte knapp 15 Millionen Aktien zu 16,50 Euro zu, wie Novem in der Nacht auf Donnerstag mitteilte. Der Preis liegt am unteren Ende der Preisspanne, die bis 19,50 Euro gereicht hatte.

Das Emissionsvolumen liegt bei knapp 250 Millionen Euro. Damit kann das Unternehmen aus Vorbach bei Bayreuth am kommenden Montag (19. Juli) sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern - als 16. Börsenneuling in diesem Jahr.

Noch kurz vor dem Ende der Zeichnungsfrist war unsicher, ob Novem überhaupt ausreichend Aktien bei Investoren unterbringen würde. Erst am Dienstagabend - knapp 24 Stunden vor dem Ende der Zeichnungsfrist - hatten die Banken den Investoren gemeldet, dass die Orderbücher gefüllt seien. Nach einer Faustregel müssen die Kaufaufträge etwa das Zweifache des Emissionsvolumens ausmachen, um eine gute Mischung von kurz- und langfristigen orientierten Aktionären zu erreichen. Bei großer Nachfrage sind die Bücher oft schon am ersten Tag der Zeichnungsfrist gefüllt. Bei Novem hatte sie bereits vor einer Woche begonnen.

Der Zulieferer gehört der Beteiligungsgesellschaft Bregal der deutsch-niederländischen Unternehmerfamilie Brenninkmeijer ("C&A"). Sie will mit dem Börsengang den Teilausstieg einleiten. Im Zuge des Börsengangs investierte die Familie aber zunächst noch einmal in Novem-Aktien.

Vor Novem hatten in diesem Jahr bereits 15 Unternehmen den Sprung an die Frankfurter Börse geschafft und damit zusammen mehr als neun Milliarden Euro eingesammelt. Einen Rückzieher machten nur der Online-Autohänder MeinAuto sowie der Solar- und Windparkbetreiber Blue Elephant Energy, der sich stattdessen anderswo frisches Geld für seine Expansion besorgte.

(APA/Reuters)

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