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Die Welt bis gestern

Im Kalten Krieg: Wie die Linke ins Abseits geriet

Der "Putschversuch" der KPÖ.Kern, Fritz / ÖNB-Bildarchiv / p
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Eine große Komponente in der österreichischen Politik von 1945 bis 1955 war der Antikommunismus. Er wurde zur Grundsäule des Selbstverständnisses der Republik.

Die zehn Jahre nach dem Kriegsende 1945 bieten Stoff für viele Geschichtserzählungen. Die Ost-Westbesetzung Österreichs mitten im Kalten Krieg war brandgefährlich, Parlament und Regierung konnten nicht souverän agieren und hörten dennoch nie auf, um die Selbstständigkeit zu ringen – in großer Geschlossenheit und ohne die zerstörerischen Parteienkämpfe der Ersten Republik. Und letztlich mit Erfolg. Es entstand der Mythos der „Lagerstraße“: Die verfeindeten Politiker hatten gemeinsam das Konzentrationslager durchlitten und fanden durch dieses Trauma zur Versöhnungsbereitschaft.