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Porträt

„Wegen 5G fällt kein Vogel vom Baum.“

Toomas Zemen, Principal Scientist am AIT, vor einem Gerät mit unspektakulärem Aussenhen, aber 6G-Innenleben.(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Weltweit wird gerade die durchaus kontroversielle 5G-Technologie ausgerollt. Am AIT Austrian Institute of Technology in Wien forscht Thomas Zemen längst an 6G.

Vor 18 Jahren wechselte Thomas Zemen (51), heute Principal Scientist am AIT, die Seiten. Ursprünglich, als junger TU Elektrotechniker, begann er auf Industrieseite und arbeitete bei Siemens Österreich im Bereich Mobilfunk an der Vernetzung von Fahrzeugen. Doch ausgerechnet, als er darüber dissertierte, verkaufte Siemens die Sparte. „Das hört sich lustig an. War es nicht.“

Retrospektiv war es dennoch „der richtige Moment. Weil ich in die Forschung wechselte und dort erfolgreich wurde.“ Jetzt wird Zemen kurz nachdenklich. Bei Siemens, fällt ihm ein, malte er in seiner Freizeit Ölbilder, „um die kreativen Aspekte meiner Persönlichkeit auszuleben.“ Als Forscher musste er kein einziges Mal mehr zum Pinsel greifen. „Dabei haben Kunst und Forschung viel gemeinsam. Sie brauchen Kreativität, um Neues zu erreichen, und einen starken inneren Antrieb. Der größte Unterschied: Künstler werden von Menschen beurteilt. Wissenschaftler von der Natur.“