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Pandemie

Filzmaier zu Impf-Anreizen: „Einen Versuch ist es wert!“

Peter Filzmaier vor der Impfbox auf dem Wiener Rathausplatz. Hier werden täglich Impfungen ohne Anmeldung angeboten.Die Presse/Clemens Fabry
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Darauf zu hoffen, dass der von Fluglinien, Hotels und Reiseanbietern ausgehende Druck die Impfbereitschaft erhöht, werde nicht reichen, sagt Politikwissenschaftler Peter Filzmaier. Diskutiert gehörten neben einer Impfpflicht in bestimmten Bereichen auch mehr Anreize.

Was viele Gesundheitsexperten, Meinungs- und Prognoseforscher befürchtet hatten, sprach Politikwissenschaftler Peter Filzmaier im vergangenen Dezember am deutlichsten aus – die sich abzeichnende geringe Impfbereitschaft in der Bevölkerung. Anlass war eine aktuelle Umfrage, wonach nur rund 20 Prozent der Befragten angaben, sich sicher gegen Sars-CoV-2 impfen lassen zu wollen, weitere 30 Prozent wollten das „wahrscheinlich“ oder „vielleicht“.

Da auf letztere Gruppe – aufgrund von Erfahrungen anderer Umfragen zu sozial erwünschtem Verhalten wie etwa Spenden und Wahlbeteiligung – kein Verlass sei und eine Durchimpfungsrate von 20 Prozent viel zu wenig wäre, um auch nur in die Nähe einer Herdenimmunität zu kommen, war die Sorge vor einem Scheitern der Impfkampagne groß.

Zu Unrecht, wie sich ein gutes halbes Jahr später zeigt. Dennoch müssten sich deutlich mehr Menschen impfen lassen, um den Herbst und Winter ohne unkontrollierten Anstieg der Infektionszahlen und somit ohne Engpässe auf Intensivstationen zu überstehen. Aber wie?