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Feines kosten zwischen Lesachtal und Gailtal, Weissensee und Plöckenpass.
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Kulinarische Reise

Kärntens Südwesten: Die Zeichen stehen auf Slow Food

Wer sich für gute Lebensmittel und die Menschen dahinter interessiert, der ist in der weltweit ersten Slow-Food-Reiseregion richtig: Vom Lesachtal bis zum Weissensee wird (nicht nur) traditionelles Lebensmittelhandwerk gelebt.

Wenn Herwig Ertl einmal loslegt, dann kann es länger dauern. Das gilt nicht nur für die Verkostung, bei der auf eine Auswahl feinster Essige und Öle sorgfältig kuratierte Häppchen folgen: Ziegenkäse aus der Region mit sonnengeküssten Paradeisern, eingelegter Löwenzahn von den italienischen Nachbarn, Brokkolipesto auf Schwiegermutterzungen vom lokalen Bäcker, ein Gailtaler Camembert mit Sardelle und einem Spritzer edlem italienischen Essig. Dazu ein Schluck Wein, ein Schluck Quittensaft, der sehr vielen Weinen Konkurrenz machen könnte, und noch einer von einem weiteren Wein, der sein Aroma im Saftglas eigentlich am besten preisgibt. „Kost amal!“ Herwig Ertl ist auch kaum zu bremsen, wenn es darum geht, was hinter all dem steckt: um die kleinen Produzentinnen und Produzenten, die zeigen, wo die Reise hingehen muss, darum, wie Landwirtschaft und Wirtschaft zusammenspielen sollten, um den Wert guter Lebensmittel sowie darum, selbst zumindest ein bisschen aktiv zu werden statt immer nur zu fordern.