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Das Gebiet um Erftstadt-Blessem wurde von der Flut schwer getroffen
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Reportage

Flutkatastrophe in Deutschland: Als plötzlich die Häuser weggespült wurden

Die Flutkatastrophe hat den Westen Deutschlands schwer getroffen. Im Ort Erftstadt-Blessem wurden viele Gebäude vernichtet. Wo einst die Häuser standen, gähnt nun ein riesiger Krater. Einwohner kehren auf eigene Faust zurück, um die letzten Habseligkeiten zu retten. Eine Reportage.

Ahmed Nasir stapft mit zwei Koffern, die er sich über die Schultern geworfen hat, durchs knietiefe Wasser seines Heimatdorfes Blessem. Das Dorf gehört zu Erftstadt im Bezirk Köln im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen – einer Gegend, die von der Flutkatastrophe hart getroffen worden ist. Nach dem extremen Starkregen war die Erft über die Ufer getreten. „Ich hole meine Wertgegenstände noch schnell raus“, schildert Ahmed Nasir. Seine Familie sei schon längst in Sicherheit gebracht. „Aber die Sachen musste ich noch holen, unter anderem unsere Ausweise“, sagt er.

Sein Haus steht keine 150 Meter entfernt von der Abbruchkante. Durch massive Unterspülungen sind dort mehrere Gebäude eingestürzt; wo sie gestanden haben, gähnt nun ein riesiger Krater, in den unaufhörlich Wasser aus dem Dorf fließt

Gerettet mit Hubschraubern

Mindestens 55 Menschen sind aus den Fluten gerettet worden, von denen die Anwohner überrascht wurden. Einige von ihnen kamen mit Hubschraubern in Sicherheit. So geht es auch einem Bundeswehrsoldaten, der an der Abbruchkante steht und in den Krater blickt. Das da vorne, erklärt er und zeigt auf ein Haus, das noch steht, aber direkt an der Kante, sei sein Elternhaus. „Meine Eltern konnten mit einem Hubschrauber gerettet werden“, sagt er.