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Pizzicato

Die Freuden des Landlebens

Lang ist's her, da besang Sting alias Gordon Sumner die Leiden eines „Alien“ – eines „Englishman in New York“, der lieber Tee trinkt und auch sonst mit der US-Metropole fremdelt.

Längst hat der Popstar seiner Heimatstadt Newcastle, London und auch New York den Rücken gekehrt, um in seinem Landsitz nahe Florenz den Freuden des Landlebens zu frönen. Wie die Ex-Premiers Tony Blair und David Cameron zählt er zur englischen Toskana-Fraktion.

Und weil Songschreiben und stundenlanges Tantra Yoga nicht ganz ausfüllend sind und obendrein im Coronajahr die Konzerte ausfielen, wandte sich Sting verstärkt dem Dasein als Olivenbauer und Weinhauer im toskanischen Hügelland zu. Er hat Weltklassewinzer engagiert, lässt Wein und Olivenöl im ökologischen Anbau produzieren und hat nun auch eine Pizzeria in seinem Restaurant „Il Palagio“ eröffnet. „Some Guys Have All The Luck“, um es mit dem schottischen Altherren-Rocker Rod Stewart zu formulieren.

An die Rente mag Sting noch nicht denken – Rockstars haben ja das ewige Leben gepachtet. Doch mit bald 70 Jahren lässt es Sting nicht mehr so wild krachen, vielmehr geht er es in seinem bukolischen Refugium beschaulicher an. Wenn ihm danach ist, gibt er abends zum Sonnenuntergang ein entspanntes Privatkonzert zu Wein, Pizza und Oliven; „Every Breath You Take.“ (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.07.2021)