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Tokio 2020

Die Looks der olympischen Athleten in Tokio

(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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Zwischen namhaften Designern und stereotypen Lederhosen. Ein Blick auf die Outfits für Olympia 2020 in Tokio.

Nach einer einjährigen Verschiebung der olympischen Sommerfestspiele in Tokio starten diese nun am 23. Juli. Nationalmannschaften aus aller Welt kommen zusammen und geben bei den Spielen ihr Bestes. Ein Blick auf die Outfits der Athletinnen, die oftmals patriotisch daherkommen und mitunter auch von bekannten Designern und Labels entworfen werden.

Österreich

Wir beginnen mit Österreich. Hier nimmt man es mit einem Fokus auf die Farben Rot, Weiß sowie Schwarz patriotisch. Marken wie Erima (für Training- und Sportbekleidung), Salomon (Schuhe), Adelsberger (Festbekleidung) zeichnen dafür unter anderem verantwortlich. So weit, so unspektakulär. Wirklich stolz scheint man auf die Lederhosen - aufgrund der klimatischen Bedingungen sind diese aus Leinen - zu sein. „Olympische Spiele sind nicht nur die größte Sportveranstaltung der Welt, sondern, die Eröffnung hat sich in den letzten Jahren auch zu einer riesigen Modenschau gewandelt, wo wir in Tokio mit unserer Leinen-Lederhose wieder einen starken österreichischen Akzent setzen werden“, lässt ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel in einer Pressemitteilung wissen. 2016 war die Lederhose in Rio bereits in aller Munde, ein überraschender Schmäh schaut also anders aus. Vor allem wird wieder einmal die stereotype Darstellung der Österreicher im Ausland bedient. Und es hätte wohl auch österreichische (Jung-)designer gegeben, die sich für die Athletinnen mehr hätten einfallen lassen.

Rot-Weiß-Schwarz samt Lederhose ziehen die österreichischen Sportler nach Tokio.
Rot-Weiß-Schwarz samt Lederhose ziehen die österreichischen Sportler nach Tokio.(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Deutschland

Nachbarland Deutschland hatte (zum Glück) nicht die gleiche Idee. Hier setzt man mit Adidas auf moderne Athleisure-Ästhetik und hat sich auch mit den Farben - Mint, Gelb, Rot in verschiedenen Nuancen - weg von den Landesfarben bewegt. Zudem sind die Looks teilweise aus recyceltem Meeresplastik hergestellt. Prädikat: Zeitgemäß und sportlich.

Schweiz

Auch die Schweiz geht weg von Folklore- oder Trachten-Elementen. Die Outfits stammen von On Running und Ochsner Sport und sind in Weinrot und Altrosa gehalten. Ein Look, den wohl auch Freizeit-Sportler gerne tragen würden.

USA

Für die USA hat man nicht nur Ralph Lauren, sondern auch Kim Kardashian ins modische Rennen geschickt. Der Reality-TV-Star stattet die Sportler mit Unterwäsche, Loungewear und Pyjamas ihres Labels Skims aus, Ralph Lauren sorgt für die Uniformen zur Eröffnungs- und Abschlusszeremonie. Die Farben der amerikanischen Flagge dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Fazit: Der typische Preppy-Chic des US-Designers macht sich auch bei Sportveranstaltungen gut.

Australien

Der olympische Boxer und indigene Künstler Paul Fleming zeichnet für die Sportoutfits verantwortlich, die mit Asics und Sportscraft entstanden sind. Inspirieren ließ er sich dabei auch von dem symmetrischen Design des japanischen Origami. Auf den Outfits sind 52 Paar Schritte zu sehen, die die indigenen Athleten, die ihr Land bei den Spielen vertreten haben, symbolisieren sollen. Die Outfits mit Symbolcharakter können sich sehen lassen.

Japan

Für ein Retro-Design hat sich Japan für die Eröffnungszeremonie entschieden. Die Looks von Sponsor Aoki sollen an die Outfits, die das japanische Team bei den ersten Tokio-Spielen 1964 trug, erinnern. Eine etwas zeitgemäßere Neuinterpretation hätte wohl auch nicht geschadet.

UK

Die Athleten von Großbritannien werden Looks von Ben Sherman tragen, der in die Fußstapfen von Stella McCartney tritt. Der Designer orientierte sich ebenfalls an den Outfits der Athleten der Tokio-Spiele 1964.

Frankreich

Klares Design und die Nationalfarben müssen es bei den französischen Uniformen sein. Ausgestattet wird das Team von den Marken Lacoste und Le Coq Sportif.

Türkei

Der türkische Designer Bünyamin Aydin, Gründer der Marke Les Menjamins, hat für die Kollektion mit Nike zusammengearbeitet. Rot und Weiß dominiert bei den Farben, dabei gibt es auch ein paar Looks in Navyblau. Inspirieren ließ er sich für die Muster von anatolischen Teppichen.

Kanada

Bei dem kanadischen Outfit für die Abschlusszeremonie sind die Meinungen gespalten. Die Athleten werden in Jeansjacken auftreten, die mit Graffitis - Japan ist für seine Streetart bekannt - verziert sind. Das findet nicht jeder dem Anlass entsprechend.

(chrile)