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Interview

Architektin Ellen van Loon: „Das Leiner-Haus sah schlimm aus“

Ellen van Loon Architektin aus Holland Berlin Berlin Deutschland *** Ellen van Loon Architect from
„Ein Warenhaus ist Teil der Stadt, es ist seine Pflicht, der Stadt etwas zurückzugeben, was über den Kommerz hinausgeht“, findet Ellen van Loon. Sie ist Partnerin in Rem Koolhaas' Architekturbüro OMA und wird als Nachfolgerin des Meisters gehandelt.(c) imago/tagesspiegel (Mike Wolff, TSP)
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Sie baut Benkos Kaufhaus in der Mariahilfer Straße: Die Niederländerin Ellen van Loon über fehlende Impulse für Wien, die Zukunft des Shoppens und Kunst im Schaufenster.

Der Abriss des Möbelhauses Leiner am Anfang der Wiener Mariahilfer Straße wirbelt viel Staub auf. Und das tut auch – vor allem in der „Krone“ – der Nachfolgebau: das noch namenlose Kaufhaus des Immobilientycoons René Benko. „Die Presse“ sprach mit seiner Architektin Ellen van Loon aus dem berühmten Büro OMA von Rem Koolhaas.

Wie fanden Sie den Vorgängerbau, das Möbelhaus Leiner?

Es hat von außen schlimm ausgesehen, und die Raumwirkung war auch nicht gegeben. Als ich da reinging, dachte ich mir: Oh mein Gott, zum Glück können wir etwas Neues machen. Am Dach standen nur die unförmigen Außengeräte der Klimaanlage herum. Das ist keine Dachlandschaft, die einen begeistern kann.

An Nachkriegsbauten bis in die Siebzigerjahre entzündet sich oft die Diskussion: erhalten oder abreißen?