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Auswertung

Hälfte aller Neuinfizierten sind jünger als 25 Jahre

Jugendliche und junge Erwachsene sind aktuell von den Neuinfektionen am meisten betroffen.(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Die 15- bis 24-Jährigen machen den Hauptteil der Neuinfektionen in Österreich aus. Kaum betroffen ist - dank der hohen Durchimpfungsrate bei den Älteren - die Gruppe der Senioren.

Fast genau die Hälfte aller Neuansteckungen - exakt sind es 49,7 Prozent - mit dem Coronavirus haben in Österreich in der vergangenen Woche unter 25-Jährige betroffen. Mit Abstand die höchste Sieben-Tages-Inzidenz - also die Infektionen je 100.000 Einwohner - weist mit 99,3 die Gruppe der 15- bis 24-Jährigen aus. Das Durchschnittsalter einer neuinfizierten Person lag in der Kalenderwoche 28 (12. bis 18. Juli) bei 29,6 Jahren. Zum Vergleich: Im Vorjahr war ein Infizierter in der Kalenderwoche 28 im Schnitt 37 Jahre alt.

Wie sehr das Coronavirus mittlerweile die Jugend trifft, machen die aktuellen Zahlen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) deutlich. Von insgesamt 2.190 Infektionen in der Kalenderwoche 28 entfielen 935 bzw. 42,7 Prozent auf Personen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. 119 bzw. 5,4 Prozent waren zwischen sechs und 14 Jahre alt, 36 bzw. 1,6 noch keine sechs.

Senioren kaum betroffen

Während zu Beginn der Pandemie das Virus vor allem die Senioren erfasst und gefährdet hat, spielt diese Bevölkerungsgruppe bei den Neuinfektionen inzwischen praktisch keine Rolle mehr. 3,8 Prozent der in der Vorwoche verzeichneten Infizierten - in absoluten Zahlen 84 Personen - waren älter als 65. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr als drei Viertel aller Senioren inzwischen einen vollständigen Impfschutz erhalten haben.

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Im Detail sind 84,6 Prozent aller Über-85-Jährigen mittlerweile vollimmunisiert. Bei den 75- bis 84-Jährigen sind es 83,7 Prozent, bei den 65- bis 74-Jährigen 76,8 Prozent. Dagegen ist laut aktuellen Eintragungen im E-Impfpass erst ein Fünftel der Zwölf- bis 24-Jährigen - exakt sind es 20,8 Prozent - vollimmunisiert. 40,7 Prozent haben zumindest einen Stich erhalten. In der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen sind 37 Prozent vollimmunisiert, von den 35- bis 44-Jährigen 44,5 Prozent und damit deutlich weniger als die Hälfte.

46,8 Prozent sind vollimmunisiert

Bezogen auf die gesamte Bevölkerung, haben bis 21. Juli 58 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher zumindest einen Erststich  erhalten. Vollimmunisiert sind 46,8 Prozent.

Das deutsche Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass mehr als 80 Prozent der Bevölkerung geimpft oder genesen sein müssten, um die Verbreitung des Coronavirus ohne Schutzmaßnahmen in Grenzen zu halten. Allerdings gibt es für Kinder, die jünger als zwölf sind, noch keinen Impfstoff.

(APA)