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Blick auf Lago di Varese
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Italien

Rennradeln rund um Varese

Vielleicht ließe sich die Landschaft zwischen dem Lago di Varese und dem Lago Maggiore ein wenig intensiver genießen, läge die Durchschnittsgeschwindigkeit unter 30 km/h. Und nicht bei fast 50.

Seit 1919 findet Ende September rund um Varese ein professionelles Radrennen statt. Dazu treten die großen Teams, die den Giro d'Italia und die Tour de France gefahren sind, ein weiteres Mal gegeneinander an. Zu den Favoriten gehören dann etwa Fahrer wie Vincenzo Nibali. Aber schon ein paar Tage früher, beim Hobbyrennen Granfondo Tre Valli Varesine, gibt es mit etwas Glück die Möglichkeit zur Begegnung mit der Weltspitze. So zuletzt „vor Corona“: Wenige Meter nach dem Massenstart im Stadion – jeder war damit beschäftigt, sich einen ersten Vorsprung zu sichern – schoss aus einer Seitenstraße eine kleine Gruppe Radler zum Schwarm der offiziell Gestarteten hinzu. Es war Nibali mit Freunden – nicht im Trikot seiner kasachischen Mannschaft, sondern in Zivil und ohne Startnummer. Er hatte offensichtlich Spaß daran, einige der ambitionierteren Freizeitradler etwas aufzumischen. Wenig später schon zog sich das Feld der Radler in die Länge, denn die Landschaft zeigt hier jedem, dass ein vorderer Platz nicht allein durch ein teures Carbonrad zu erzielen ist, sondern nur durch hartes Training.

Radler als gefragte Gäste

Das Seenland der nördlichen Lombardei, östlich des Lago Maggiore und südlich des Tessin, ist wegen seiner anspruchsvollen Hügellandschaft und des angenehmen Klimas bis weit in den Herbst ein beliebtes Reiseziel für Rennradfahrer. Auch eine Infrastruktur, die es Radlern leicht macht, ist vorhanden. Zwölf Hotels haben sich unter dem Namen „Lago Maggiore Bike Hotels“ zusammengeschlossen. Dort gibt es keine abfälligen Blicke, wenn am späten Nachmittag verschwitzte oder schlammbespritzte, nicht mehr ganz blütenfrisch duftende Athletinnen und Athleten an der Rezeption stehen. Vielmehr wird ihnen der Weg zum Fahrradraum gezeigt, und, falls erforderlich, der Mechaniker gerufen, der technische Defekte rechtzeitig vor der Ausfahrt am kommenden Morgen beseitigt.