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Bregenzer Festspiele

Bregenz: Die Rigoletto-Maschine läuft gut

Auf der riesigen Hand des Hofnarren Rigoletto: Ekaterina Sadovnikova als Gilda.
Auf der riesigen Hand des Hofnarren Rigoletto: Ekaterina Sadovnikova als Gilda.(c) APA/DIETMAR STIPLOVSEK (DIETMAR STIPLOVSEK)
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Ein Zirkus, aber berührend und mit gutem Klang: Philipp Stölzls gigantische Inszenierung von Verdis populärer Oper „Rigoletto“ funktioniert auch heuer am Bodensee.

Wenn anfangs ein Komparse freiwillig oder unfreiwillig in den Bodensee fällt, kommen noch Lacher und Applaus aus dem Publikum. Schnell nehmen aber theatralische Begeisterung und optische Faszination gefangen, das Seespektakel rund um eine populärsten Verdi-Opern garantiert Bilderfluten und waghalsige Szenen aus der Zirkuswelt. Als Eyecatcher der Hofnarr Rigoletto himself oder das, was von ihm als Bühnenbild übrig geblieben ist: ein gigantischer Kopf, eine viele Meter hohe Maske und Hände, deren eine die Finger so krümmen kann dass daraus Tochter Gildas Refugium wird, während die andere einen Riesenballon hält. Um diese drei Elemente herum kreisförmige Spielflächen. Kitschfreies Hollywood: Der tonnenschwere Kopf hängt an einer Stahlwippe und kann wie von Geisterhand gesteuert bewegt werden. Hightech diskret im Hintergrund, um Illusionen, Aktionen und Emotionen aus den gewaltigen Massen von Holz und Pappmaché hervorzuzaubern. Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl spielt auf mehreren Klaviaturen, er versteht sich auch auf Werbespots und Musikvideos.