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Lobnig rudert gegen Wellen und Taifun

Ruder-Ass Magdalena Lobnig gewann ihren Vorlauf.

Neben weiteren Coronafällen, brütender Hitze und extremer Luftfeuchtigkeit sorgt nun auch noch eine Taifun-Warnung für Aufsehen bei den Sommerspielen in Tokio. Kaum war der Wirbel verhallt, dass die russische Bogenschützin Swetlana Gombojewa einen Hitzschlag erlitt, sorgte der mögliche Taifun auch flott für Verschiebungen – die auch Ruderin Magdalena Lobnig betreffen, die ihren Vorlauf am Freitag souverän gewonnen hatte. Sie muss bereits Sonntag und nicht erst Montag zum Viertelfinale auslaufen, denn da werden Windstärken von bis zu 20 Knoten erwartet.

Die Kärntnerin, 31, nahm es gelassen. Lobnig gewann ihren Vorlauf (über 2000 Meter) in 7:37,91 Minuten vor Carling Zeeman (CAN/+2,81 Sek.) und Maike Diekmann (NAM/+18,46). Es war die zweitschnellste aller Vorlaufzeiten. „Das war ein Vorlauf nach Plan. Ich bin voll erleichtert, die Zeiten sind gut.“ Einen Vergleich habe sie trotzdem nicht, nicht jeder Heat sei voll durchgefahren. Auch sie nicht, nach 1000 Meter hatte sie zur Halbzeit „abgestellt“. Also die Schlagzahl gezielt reduziert.


Nervosität abgelegt

Vor dem Rennen sei sie schon nervös gewesen, gab Lobnig, Olympia-Sechste von Rio 2016 und zweifache Gesamtweltcupsiegerin, zu. „Es ist einfach ein anderes Kaliber von einer Regatta, die Aufmerksamkeit ist so groß. Ich war nervös zu sehen, wie ist die Form. Ich habe schon im Training gesehen, dass es gut ist. Aber man muss es auch im Rennen abliefern können. Das ist mir geglückt.“

95 Prozent ihres Potenzials habe sie gegeben, schätzte Lobnig. Auch im Viertelfinale werde es heißen, mit so wenig Aufwand wie möglich aufzusteigen. Coach Kurt Traer sprach von guter Körpersprache und einem fein eingeteilten Lauf. Bleibt nur zu hoffen, dass der Taifun nicht zum Spielverderber aufläuft. (fin)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.07.2021)