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„Beim Gehen kann man nicht viel falsch machen“, sagt der Wiener Orthopäde Hans-Jörg Trnka.
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Zu Fuß gehen

„Fußgängern wird der rote Teppich ausgerollt“

Zu Fuß gehen ist gesund. Und beliebt – zumindest dort, wo der öffentliche Raum attraktiv gestaltet ist. Experten orten ein Umdenken bei den Entscheidungsträgern und erwarten sich in den nächsten Jahren noch mehr fußgängerfreundliche Maßnahmen.

Es wird wohl auch daran liegen, dass es so alltäglich, so selbstverständlich und damit, nun, auch irgendwie unspektakulär ist, dass dem Gehen so lang so wenig Aufmerksamkeit gewidmet wurde.

Es gab (und gibt) dicke Budgets, um Autos zu bewerben – oder das Fliegen (auch wenn beide schon ein besseres Image hatten). Das Zugfahren wird propagiert und auch die Radfahrer haben eine – gar nicht so leise – Lobby.

Das simple Zufußgehen stand hingegen recht lang überhaupt nicht im Fokus – und auch wenn die ersten Fußgängerzonen schon mehr als 40 Jahre alt sind, waren Fußgänger nicht eben die Gruppe im öffentlichen Raum, der Stadtplaner und Politiker früher viel Aufmerksamkeit gewidmet haben.

Das hat sich in den vergangenen Jahren – langsam – geändert. Die Coronazeit hat das Zufußgehen zusätzlich aufgewertet: Zum einen haben viele Menschen, mangels anderer Freizeit-Alternativen im Lockdown, das Spazierengehen für sich entdeckt.

Zum anderen haben sie sich aber auch auf ihren Alltagswegen – etwa auch, um öffentliche Verkehrsmittel in der Pandemie zu vermeiden – mehr auf ihre Füße verlassen: So ist im ersten Coronajahr 2020 in Wien der Anteil der zu Fuß zurückgelegten Alltagswege deutlich gegenüber 2019 auf 37 Prozent gestiegen (siehe Grafik unten).