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Tokio

Olympische Modemomente von Armani bis Zuckerwatte

Misia
Misia(c) USA TODAY Sports (Rob Schumacher)
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Wer den Modeauftrag für die olympische Eröffnungszeremonie bekommt, hat es nicht leicht. Die Athleten sollen auffallen, lassen sich aber ungern verkleiden. Hier ein Überblick der Highlights aus Tokio.

Die Olympischen Sommerspiele von Tokio haben am Freitag offiziell mit mehr als 11.000 Athleten aus 206 Ländern begonnen. Natürlich geht es in erster Linie um den Sport. Für die Eröffnungszeremonie können wir aber eine Ausnahme machen. Hier sehen Sie die (positiv wie negativ) eindrucksvollsten Modemomente, allen voran natürlich die japanische Sängerin Misia (siehe Bild oben). Sie sang Japans Nationalhymne in einem Zuckerwatte-Couture-Kleid des Designers Tomo Koizumi. Das weiche Ungetüm lenkte die Blicke weg von den dünn besiedelten Publikumsrängen. Bekanntlich hat die Corona-Pandemie den Spielen die Stimmung schon weit im Vorfeld verdorben.

Nach Misia bot auch die Parade der teilnehmenden Nationen einen seltenen Überblick über die Modewelt von Angola bis Vanuatu. Während einige Sportler in aufwendigen Kostümen aufmarschierten, kamen die Athleten aus Bermuda in Bermuda-Shorts. Farben und Kniestrümpfe ließen die Sportler ein bisschen wie eine Schulmannschaft wirken. Das bringt uns auch kurz nach Österreich.

Bermuda
Bermuda(c) REUTERS (PHIL NOBLE)

Die heimischen Athleten mussten sich einmal mehr in stereotypen Lederhosen zeigen, dazu gab es ein Sporttrikot in den Nationalfarben. So weit, so unspektakulär. Wirklich stolz sind die Verantwortlichen auf die Materialwahl, aufgrund der klimatischen Bedingungen waren die Hosen aus Leinen. 2016 war die Lederhose in Rio bereits Teil des österreichischen Modeprogramms. 

Österreich
Österreich(c) REUTERS (MIKE BLAKE)

Einen großen Namen und trotzdem wenig Anklang fanden die Uniformen der italienischen Athleten. Die von Giorgio Armani entworfenen Trainingsanzüge bestanden aus einem weißen Sweatshirt, das mit einem runden, Pizza-ähnlichen Motiv in Grün, Weiß und Rot verziert war, kombiniert mit einer weißen Jogginghose.

Italien
Italien(c) REUTERS (KAI PFAFFENBACH)

Für Frankreich hat sich Felipe Oliveira Baptista von Lacoste ins Zeug gelegt. Seine Entwürfe sind elegant und minimal, am interessantesten sind die Kurzmäntel. Das Lacoste-Krokodil nimmt für die Spiele übrigens die französischen Flaggenfarben an. Im Vorfeld erklärte der Designer der New York Times, dass es schwierig sei, einen Look zu kreieren, in dem sich die Athleten nicht verkleidet, sondern wohlfühlen.

Frankreich
Frankreich(c) REUTERS (HANNAH MCKAY)

Ein Highlight aus dem Gästessektor. Die amerikanische First Lady Jill Biden war eine der wenigen Führungspersönlichkeiten der Welt, die am Freitag neben dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Tokio teilnehmen konnte. Biden zeigte ihre Unterstützung für das Team USA in einem schwarz-weißen Kleid von Brandon Maxwell. Sie kombinierte es mit einer schwarzen Larroudé-Clutch, Paul Andrew High Heels und der von Ralph Lauren entworfenen Team USA-Gesichtsmaske, die auch die Athleten trugen.

Jill Biden
Jill Biden(c) Pool via REUTERS (LEON NEAL)

Wenn wir schon beim Thema sind, werfen wir noch einen Blick auf die patriotischen Outfits, die Ralph Lauren für das Team USA zusammengestellt hat. Sie erinnern an seine früheren Olympia-Entwürfe. Zu sehen waren dunkelblaue Blazer und Hosen mit gestreiften Kurzarmhemden. Die obligatorischen Stars and Stripes wurden den Athleten als kleinen Halstuch umgebunden. Ein geschichtsträchtiges Modehighlight ist Lauren damit eher nicht gelungen. 

USA
USA(c) USA TODAY Sports (Rob Schumacher)

Vielleicht ein bisschen länger sind die Fernsehzuseher am Anblick des Teams aus Tonga hängen geblieben. Pita Taufatofua, ein Taek-Win-Do-Sportler und Skifahrer, sorgte zumindest online für Aufsehen, als er ohne Hemd fest eingeölt seine gute Form zur Schau stellte. Der 37 Jahre alte „Coconut Fighter“ trug am Freitag in Tokio (wie schon in Rio und Pyeongchang) wieder die Fahne des Königreichs Tonga.

Tonga
Tonga(c) USA TODAY Sports (Rob Schumacher)

Die kenianischen Teilnehmer der olympischen Spiele kamen in einem starken Farbspiel zur Eröffnung. Die Athletinnen trugen Kleider mit Massai-Print unter einer roten Bolero-Jacke, ihre männlichen Kollegen trugen passende Hemden zu schwarzen Hosen.

Kenia
Kenia(c) REUTERS (MARKO DJURICA)

Abschließend müssen wir uns auf jeden Fall noch die Bauchtaschen der ukrainischen Sportler ansehen. Sie waren nicht zu übersehen.

Ukraine
Ukraine(c) REUTERS (MIKE BLAKE)

 

(sh)