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Konzert-Vorfall

Nena hat die "Schnauze voll" von Corona-Maßnahmen

Kontroverse Diskussionen um Nena sind nicht neu
Kontroverse Diskussionen um Nena sind nicht neu(c) Getty Images (Andreas Rentz)
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In Videos sieht man die deutsche Sängerin Nena vor Hunderten Fans gegen das Hygienekonzept ihres Konzerts wüten.

Der Cancel Culture ist offenbar ein neuer Trieb gewachsen. Aktuell schließen sich deutsche Musiker selbst von ihren Konzerten aus. Nachdem Helge Schneider künstlerische Probleme mit dem Gastro-Konzept einer Corona-sicheren Veranstaltung hatte - es ist ihm „auf den Sack gegangen“ - und er folglich das Geschehen verließ, folgt nun eine Meldung über die Sängerin Nena.

Die 61-Jährige hat sich bekanntlich "nicht hypnotisiert von Angst in die Dunkelheit ziehen lassen", was so viel heißt wie, sie sieht die aktuellen Corona-Maßnahmen im besten Fall kritisch. Ihre Einstellung hat sie nun auch bei einem Auftritt unter Beweis gestellt.

Auf dem „Unter freiem Himmel“-Konzert im brandenburgischen Schönefeld in der Nähe des Flughafens BER wütete die Sängerin auf der Bühne und bestärkte ihr Publikum darin, die Abstandsregelungen nicht einzuhalten. Die Besucher sollten sich laut dem Hygienekonzept der Veranstalter in kleinen Gruppen in Plexiglas-Boxen, sogenannten „Cubes“, aufhalten, was offenbar weitgehend ignoriert wurde.

Anstatt ihre Fans dazu aufzurufen, die geltenden Abstandsbestimmungen einzuhalten, feuerte sie die Stimmung an und holte zu einem Rundumschlag auf. „Mir wird gedroht, dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure Boxen geht.“ Diese Entscheidung überlasse sie aber jedem selbst, so wie jeder frei entscheiden dürfe, ob er sich impfen lasse oder nicht. Bei ihr sei jeder willkommen.

„Gestern war Christopher Street Day, und es war völlig okay, dass 80.000 Leute eng aneinander auf der Straße waren. Also schaltet den Strom aus oder holt mich mit der Polizei hier runter. I don‘t fucking care! Ich habe die Schnauze voll davon“, schimpfte die Sängerin.

Keine Stellungnahme

Nach Angaben der örtlichen Verwaltung gab es "keine Verfügung des Ordnungsamtes, sondern eine Entscheidung des Veranstalters, das Konzert nach Abschluss des Hauptprogramms zu beenden". "Das war gegen 21.45 Uhr vor der Zugabe", sagte Hilmar Ziegler, der Leiter des für das Ordnungsamt der Gemeinde Schönefeld zuständigen Dezernats.

Der Veranstalter wollte sich nicht weiter äußern und verwies auf den Bericht des "Tagesspiegels", Nenas Management war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

(sh/APA)