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Bayreuther Festspiele

Tod dem Holländer, Erlösung für Senta: Verfehlte Regie in Bayreuth

„Der fliegende Holländer“ als verkorkste Familiengeschichte in kleinstädtischem Realismus: Dmitri Tcherniakovs Regie in Bayreuth enttäuscht.
„Der fliegende Holländer“ als verkorkste Familiengeschichte in kleinstädtischem Realismus: Dmitri Tcherniakovs Regie in Bayreuth enttäuscht.(c) Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath
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Wagners „Fliegender Holländer“ als Eröffnungspremiere: Buhs für Dmitri Tcherniakov, der am Stück vorbeiinszeniert und lieber eine frei erfundene Rachestory erzählt; ; Jubel für Oksana Lyniv am Dirigentenpult und Asmik Grigorian als aufbrausende Senta an der Spitze einer durchwachsenen Besetzung.

Bei den Wellen begeisterten Fußgetrampels, die zuletzt durchs Auditorium donnerten, hatte man den Eindruck, dass die Wagnergemeinde vor allem glücklich war, überhaupt wieder da zu sein – und sei es, um nebenbei auch einen Regisseur auszubuhen. Nach einem Jahr Zwangspause feiern die Bayreuther Festspiele heuer Auferstehung, mit nur halb belegtem Haus, FFP2-Maskenpflicht und weiteren Auflagen. Aus dem mystischen Abgrund dringt dabei eine steife Brise. Oksana Lyniv, der historisch ersten Dirigentin am Grünen Hügel, gelingt mit diesem „Fliegenden Holländer“ ein technisch formidables Debüt.