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Gastbeitrag

Die EU auf Irrwegen: Von Schuman zu von der Leyen

(c) Imago
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Wie im Märchen Geld verteilen? Es kann nicht der Zweck der EU sein, die Mitgliedstaaten durch Vereinheitlichung überflüssig zu machen.

Robert Schuman gilt als der eigentliche Gründungsvater der Europäischen Gemeinschaft. Für ihn hat die Kirche jetzt den Seligsprechungsprozess eröffnet. Das ist ein sehr seltener Fall bei einem Politiker. „St. Politicus“ nennt ihn ein Kommentator liebevoll-spöttisch: „gottesfürchtig, bescheiden, demütig“. Zwischen dem als Deutschen geborenen Franzosen Schuman(n), der auch Präsident des Europäischen Parlaments war und der aktuellen Präsidentin der EU-Kommission liegen nicht nur unendlich lange Zeiten, sondern auch Welten.

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Schuman hat sich die europäische Einigung sicher als ein Projekt der Marktwirtschaft, des Wettbewerbs, der Leistung und nicht der Planwirtschaft, Umverteilung und der Haftung der einen für die Schulden der anderen gedacht. Wir wissen nicht, ob er sich einen Vorgang wie diesen überhaupt hätte vorstellen können: Ursula von der Leyen (vdL) fährt in die Mitgliedsländer der Union und verteilt wie eine gute Fee im Märchen die Gelder des „Next Generation EU“ genannten Zuschussprogramms, das den angeblich notwendigen „Wiederaufbau“ nach der Pandemie finanzieren soll, wobei ohnehin wohlhabende Länder wie Italien und Frankreich eklatant bevorzugt werden.