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Pandemie

Mückstein: Mehr Geld für Kinder mit psychischen Problemen

(c) imago (Eduardo Sanz)
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Da Kinder und Jugendliche von den einschneidenden Corona-Maßnahmen besonders betroffen sind, sollen bis Ende 2022 zusätzlich 13 Millionen Euro aufgewendet werden.

Die Bundesregierung stockt angesichts der Pandemie die Mittel zur akuten Bewältigung psychosozialer Probleme von Kindern und Jugendlichen auf. Bis Ende 2022 soll es in diesem Bereich zusätzlich 13 Millionen Euro geben, kündigten Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) vor dem Sommerministerrat am Mittwoch in Reichenau an der Rax an, bei dem unter anderem dieses Vorhaben behandelt werden soll.

Besonders Kinder und Jugendliche seien von den "notwendigen, aber einschneidenden Maßnahmen" im Zuge der Covid-19-Krise stark betroffen gewesen, hieß es aus dem Gesundheitsressort. Studien würden zeigen, dass Kinder und Jugendliche psychisch besonders stark unter der Pandemie leiden. Fast jedes dritte Kind zeige psychische Auffälligkeiten. Insbesondere Ängste und Sorgen, depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden haben demnach zugenommen.

Konkrete Pläne in Arbeit

"Corona betrifft uns alle - und nicht nur körperlich. Das Erkrankungsrisiko, aber auch die vielfältigen Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und die eigenen Lebensumstände bereiten vielen Menschen Ängste und Sorgen. Ganz besonders betrifft dies Kinder und Jugendliche", sagte Mückstein. "Aus zahlreichen Studien wissen wir, dass Kinder und Jugendliche pandemiebedingt verstärkt unter psychosozialen Belastungen leiden und gerade jetzt Unterstützung brauchen. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um Verschlimmerungen und möglichen chronischen Folgen vorzubeugen."

Mückstein rechnet damit, dass die psychischen Krisenfolgen noch länger andauern werden. "Um sie abzufedern, ist es wichtig, rasch zu handeln. Wir werden daher zeitnah niederschwellige Unterstützungs- und Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche mit psychosozialen Problemen ermöglichen." Die konkreten Umsetzungsschritte arbeitet das Gesundheitsministerium in den kommenden Wochen gemeinsam mit Partnern aus den Bereichen Versorgung und Krankenversicherung unter Einbindung des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP) und des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen (BÖP) aus.

Dabei werde es auch eine "enge Kooperation" mit dem Bildungs- und dem Jugendressort geben. Denn Bereiche wie die Schulpsychologie oder die außerschulische Jugendarbeit seien wichtige Kanäle, über die Jugendliche erreicht und über die künftigen Angebote informiert werden können, hieß es.

"Jahr war für Kinder und Jugendliche besonders schwer"

"Dass das letzte Jahr gerade für Kinder und Jugendliche besonders schwer war, ist allgemein bekannt. Umso mehr begrüße ich, dass nun 13 Millionen Euro zur Abfederung der negativen Auswirkungen der Pandemie auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen bereitgestellt werden", so Minister Fassmann. Ich bin überzeugt, dass die so finanzierten Projekte in Verbindung mit der zuletzt ausgebauten psychologischen Schülerberatung hier einen wichtigen Beitrag leisten werden."

(APA)