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Quergeschrieben

Weil Worte zu Waffen werden, reden wir wieder über das N-Wort

Die Diskussion um die deutsche Kanzlerkandidatin, Annalena Baerbock, und das N-Wort zeigt: Wir dürfen die Macht der Sprache nicht unterschätzen.

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Wir diskutieren also wieder über das N-Wort. Die Debatte ist alles andere als neu, der Anlass schnell erklärt: Als die grüne deutsche Kanzlerkandidatin, Annalena Baerbock, vergangene Woche in einem Interview eine Geschichte über einen rassistischen Zwischenfall nacherzählte, sprach sie das N-Wort aus. Noch vor der Ausstrahlung des Gesprächs, die im August erfolgen wird, entschuldigte sie sich auf Twitter dafür: „Das war falsch und das tut mir leid. Denn ich weiß ja um den rassistischen Ursprung dieses Wortes und die Verletzungen, die schwarze Menschen unter anderem durch ihn erfahren.“

Womit die Geschichte zu Ende sein könnte. Schließlich sind sich mittlerweile zum Glück alle halbwegs vernünftig denkenden Menschen einig, dass es sich dabei um eine herabwürdigende Bezeichnung handelt, die nicht nur in Fernsehinterviews nichts verloren hat.

Doch die Geschichte war damit natürlich nicht zu Ende.