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Mitreden: Wird der Verbrennungsmotor bald Geschichte sein?

Das Aus der Verbrennungsmotoren in der EU scheint besiegelt zu sein. Doch auf dem Weg zur E-Mobilität gibt es noch einige Stolpersteine. Wie stehen Sie zum Thema E-Autos? Diskutieren Sie mit!

Europaweit sollen ab 2035 keine Verbrenner mehr zugelassen werden, in Österreich will die grüne Umweltministerin Leonore Gewessler den Verbrennungsmotor ab 2030 sukzessive von den Straßen verbannen. „Presse"-Automobilexperte Norbert Rief spricht in unserem Podcast über Tücken und Stolpersteine auf dem Weg zur E-Mobilität. Rief sagt auch: „Für mich war das Auto immer gleichbedeutend mit Freiheit“. Dennoch glaub er, dass Autos aus der Stadt verdrängt werden sollen - und dass sich mit der neuen Generation vieles ändern wird. Nachhören können Sie den Beitrag hier. 

Wer sich die Frage stellt, ob der Verbrennungsmotor in 14 Jahren tatsächlich nur noch Automobilgeschichte ist, wird auch in diesem Text von Norbert Rief mit Informationen versorgt: Noch fehlt in der EU notwendige Ladeinfrastruktur für Millionen von E-Autos. Gerade auf der Langstrecke sind da Probleme vorprogrammiert. Zusätzlich sind synthetische Treibstoffe als Alternativen zur Elektromobilität nicht vom Tisch.

Übrigens: Erst im Juni gab es einen Streit unter Wissenschaftlern, der sich darum drehte, wie viel Energie ein E-Auto tatsächlich verbraucht.

Was würde nun ein Totalverbot von Verbrennungsmotoren beim Klimaschutz bewirken? Der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn kommt in einem Gastkommentar zum Ergebnis, dass es „kaum einen Beitrag zur Verminderung des CO2-Ausstoßes der Welt leisten wird". Sinn weist unter anderem darauf hin, dass Strom in Deutschland immer noch aus Kohle gewonnen wird. Außerdem werde übersehen, „dass die in Europa nicht mehr verbrauchten handelbaren Brennstoffe Öl und Gas über die Weltmärkte in andere Länder verkauft werden, die sie zu fallenden Preisen gern abnehmen."

Anton Bucek, Mitglied des Nutzfahrzeugimporteure-Ausschusses in der Industriellenvereinigung, warnt in einem Gastkommentar ebenfalls vor zu viel Euphorie angesichts der E-Mobilität. Seine These: Die E-Mobilität sei „zweifellos eine Zwischenentwicklung zwischen Verbrennungsmotor und Wasserstoffantrieb“. Daher würden derzeit Milliarden „in eine Todgeburt investiert“.

Andrea Schurian weist indes in der Kolumne „Quergeschrieben“ auf einen anderen problematischen Aspekt hin. Sie schreibt über das Lithium, das für E-Auto-Batterien benötigt wird: „Damit wir möglichst CO2-arm unterwegs sein können, dürfen andere Länder mit Chemikalien ihr Grund- und Trinkwasser kontaminieren.“

Das sieht auch Gastkommentator Felix Dorn kritisch. Er meint: „Statt Luxus-E-Mobile mit Umweltprämien zu bezuschussen, sollte das Ziel lauten: Nicht mehr Elektro-, sondern weniger Autos."

(sk)

Diskutieren Sie mit: Ist der Verbrennungsmotor besser als sein Ruf?  Müssen wir für den Klimaschutz den Individualverkehr stark einschränken? Oder ist die E-Mobilität im Straßenverkehr ein tragbares Konzept für die Zukunft? Und: Haben Sie eigentlich vor, sich demnächst ein E-Auto zu kaufen - oder besitzen Sie schon eines?