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100 Meter

Karibikinsel als Nummer eins der Sprintwelt

Elaine Thompson Herah
Elaine Thompson Herah(c) imago images/Xinhua (Jia Yuchen via www.imago-images.de)
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Elaine Thompson Herah siegte über 100 Meter der Frauen mit olympischem Rekord. Auf das Podest folgten die Landsfrauen Shelly-Ann Fraser-Pryce und Shericka Jackson.

Die Jamaikanerin Elaine Thompson-Herah gewann bei den Spielen in Tokio zum zweiten Mal Olympia-Gold über 100 Meter. Die 34-Jährige setzte sich in 10,61 Sekunden mit olympischem Rekord durch. Ihre Teamkollegin Shelly-Ann Fraser-Pryce verpasste als Zweite in 10,74 Sekunden ihr drittes Olympia-Gold im Kurzsprint nach 2008 und 2012. Den vollen Erfolg für Jamaika komplett machte Shericka Jackson als Dritte in 10,76 Sekunden.

Thompson-Herah hatte bereits 2016 in Rio de Janeiro über 100 und 200 Meter gewonnen. Ihr Erfolg hat eine historische Dimension: Knapp 33 Jahre hatte Florence Griffith-Joyner, die 1998 starb, den olympischen Rekord inne, bis ihn Thompson-Herah um eine Hundertstel verbesserte. Griffith-Joyner ist aber weiter Inhaberin des Weltrekords, der – wohl für noch sehr lange Zeit – bei 10,49 Sekunden steht.

Fraser-Pryce, 34, war die Enttäuschung anzusehen, die beiden Athletinnen würdigten einander in den Momenten nach dem Zieleinlauf keines Blickes. Vier Jahre nach der Geburt ihres Sohns Zyon hatte sie auf einen erneuten Gold-Coup gehofft, 2019 war sie in Doha Weltmeisterin geworden. In ihrer Heimat ist „Pocket Rocket“ („Taschenrakete“), wie die 1,52 Meter große Fraser-Pryce genannt wird, der größte Frauenstar. Immerhin holte die vierfache 100-Meter-Weltmeisterin ihre siebente olympische Medaille überhaupt und kann mit der Staffel nachlegen. Thompson-Herah übertrumpfte auch mit ihrer neuen Bestzeit Fraser-Pryce, die im Juni in Kingston mit einer Fabelzeit von 10,63 Sekunden aufgezeigt hatte.

Eine faustdicke Überraschung gab es bei der ersten Austragung der 4-x- 400-m-Mixed-Staffel: Das polnische Laufquartett in der Besetzung Karol Zalewski, Natalia Kaczmarek, Justyna Swiety-Ersetic und Kajetan Duszynski düpierte in 3:09,87 Minuten die Dominikanische Republik (3:10,21) und Favorit USA (3:10,22), dem lediglich Bronze blieb. Es war Polens erste Goldmedaille bei den Spielen von Tokio.


8,50 Meter als Bestweite. Im Weitsprung sprang der Kubaner Juan Miguel Echevarria in der Qualifikation von Tokio mit 8,50 Metern an die Spitze. Zweiter wurde der griechische Jahresweltbeste Miltiadis Tentoglou mit 8,22 Metern vor dem Japaner Yuki Hashioka mit 8,17 Metern. Weltmeister Tajay Gayle schaffte die Qualifikation mit 8,14 m, die Leistungsfähigkeit des Jamaikaners blieb aber nach einer Verletzung im linken Knie fraglich. Das Finale im Weitsprung der Männer findet am Montag statt. Seit der WM 1991, in Tokio, liegt der Weltrekord von Mike Powell bei 8,95 Metern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.08.2021)