Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Quergeschrieben

Die Scheinobjektivität und Inhaltsleere der bloßen Zahlen

Zahlen und Fakten bestimmen unsere Welt.
Zahlen und Fakten bestimmen unsere Welt.(c) imago images/YAY Images (via www.imago-images.de)
  • Drucken
  • Kommentieren

Zahlen und Fakten bestimmen unsere Welt. Was meist fehlt, ist der Bezugsrahmen, der ihnen erst Sinn und Inhalt verleiht.

Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Im Leben bedarf man nur der Tatsachen. Pflanzen Sie nichts anderes ein und entwurzeln Sie alles Übrige“. Mit diesen Sätzen beginnt Charles Dickens, der Chronist des Elends im viktorianischen England, seinen Roman „Schwere Zeiten“. Im Mittelpunkt der Geschichte, die in einer Bergmannstadt spielt, steht der Dorflehrer, ein kompromissloser Positivist. Der Schulmeister trichtert den Kindern ein, sich in allen Dingen nur von Tatsachen lenken zu lassen: „Wir hoffen, in Kurzem einen Ausschuss der Tatsachen, zusammengesetzt aus Kommissaren der Tatsachen, zu haben, die das Volk zwingen werden, ein Volk der Tatsachen und nur der Tatsachen zu sein. Das Wort Einbildung müsst ihr ganz verbannen.“ Für den Lehrer zählen nur Tatsachen, ohne Zusammenhang, der die Fakten humanisieren und ihnen Sinn verleihen würde.