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Maschenware

Olympiasieger Tom Daley: Stricken am Beckenrand

Tom Daley in einer eigenen Kreation und beim Stricken am Beckenrand.
Tom Daley in einer eigenen Kreation und beim Stricken am Beckenrand.Reuters/Antonio Bronic, Instagram/madewithlovebytomdaley
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Sommerstrick in Tokio: Der britische Turmspringstar Tom Daley verschafft solidem Handarbeiten einen publikumswirksamen Auftritt bei den Sommerspielen.

Stricken als Nebendisziplin bei den olympischen Sommerspielen? Auf diesen Punkt ließen sich Auftritte des Turmspringers Tom Daley bringen, der in Tokio vor wenigen Tagen eine Goldmedaille im Synchronspringen (mit Partner Tommy Lee) gewann. Der 27-jährige Brite wurde nun als strickender Zaungast bei Wettbewerben gesehen, an denen er nicht teilnahm und aus den Zuschauerrängen sein Team unterstützte.

Stricken sei für ihn ein probates Mittel zum Stressabbau geworden, erklärt Daley in seinem persönlichen Instagram-Account. Wie gern und häufig er strickt und häkelt, führt allein die Tatsache vor Augen, dass er ein Zweitprofil zum Handarbeitsthema betreibt, das @madewithlovebytomdaley heißt. Dort zeigt er die Ergebnisse seiner Arbeit her, etwa Jumper für Hunde, ein Katzensofa oder Häkelpullis im Hippielook für sich selbst.

Tom Daley, der seit seinem selbst gewählten Outing 2013 zu den prominentesten und erfolgreichsten homosexuellen Spitzensportlern zählt, ist mit seinem Ehemann Dustin Lance Black Vater eines Sohnes. Durch seinen olympischen Strickauftritt macht Daley deutlich, dass Handarbeiten natürlich auch Männersache sein kann, und er ist zugleich wohl zu einem der sichtbarsten Botschafter der Strickcommunity geworden, die sich auf Portalen wie Ravelry.com versammelt.

Neben passioniert strickenden Schauspielerinnen wie Julia Roberts, Joan Crawford und Bette Davis wird auch Ryan Gosling zu den Fans gehobenen Maschenanschlagens gezählt. Über die Häufigkeit von Goslings Strickeinsätzen ist nichts bekannt, er äußerte sich aber über Handarbeitsunterricht für ein Rollenstudium äußerst positiv: „Wenn ich meinen perfekten Tag gestalten müsste, dann würde er so aussehen. Und man hat am Ende etwas davon - ein nettes Geschenk. Für jemanden, der sich über einen komisch geformten, hässlichen Schal freut.“