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Kontoüberziehung kostet bis zu 19 Prozent

Zinsen in Europa
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Banken verlangen für Kontoüberziehungen zwischen 7,875 und 13,25 Prozent pro Jahr. Dazu kommen noch Aufschläge, wenn der Überziehungsrahmen gesprengt wird und diverse Mahngebühren.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hat die Kosten für eine Kontoüberziehung bei neun Banken verglichen und kommt zu dem Schluss, dass diese "unverschämt teuer" ist. Eine Überziehung von 2.000 Euro pro Jahr koste bis zu 282,73 Euro, für den gleichen Betrag im Plus gibt es "mickrige" 1,87 Euro Zinsen.

Der Vergleich der AK OÖ zeigt weiters, dass die Sollzinsen zwischen 7,875 und 13,25 Prozent pro Jahr liegen. Bei der Überschreitung des vereinbarten Rahmens kommen noch zwischen 3 und 6 Prozent Überziehungszinsen dazu. Einige Banken verrechnen erhöhte Kontoführungsgebühren und ein Institut setzt noch eine dreiprozentige Kreditprovision drauf.

Fast 700 Euro Zinsen bei Überziehung

Anhand der erhobenen Daten hat die AK errechnet, dass eine Überziehung innerhalb des Rahmens von 2.000 Euro pro Jahr bis zu 282,73 Euro kostet. Eine Überschreitung ohne bzw. außerhalb des Rahmens in gleicher Höhe koste bis zu Euro 416,28. Ein Guthaben von 2.000 Euro bringe auf dem Girokonto im selben Zeitraum aber nur mickrige 1,87 Euro Zinsen.

Die AK warnt davor, die Rückzahlung von Kontoüberziehungen zu unterschätzen. Berappt man 100 Euro monatlich, brauche man beispielsweise zwei Jahre, um eine Überschreitung von 2.000 Euro zu tilgen. Zusätzlich könnten Mahnspesen bis zu 50 Euro pro Mahnung anfallen. Die Stelle rät, anhand des Kontoauszugs zu überprüfen wie hoch der Sollzinssatz ist und ob eine erhöhte Kontoführungsgebühr verrechnet wird. Ein Kredit mit Ratenzahlung oder eine schriftliche Rahmenvereinbarung sei auf Dauer billiger und planbarer, so die AK.

(Ag./Red)