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Quergeschrieben

Sebastian Kurz ist kein „Green-Tec-Visionär“ – na und?

Warum die Rückkehr zum Sonntagsbraten und andere Verarmungsvisionen kein taugliches Instrument gegen den Klimawandel sein werden.

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In China wurde unlängst der mit Abstand schnellste Zug der Welt vorgestellt, ein futuristisches Objekt, das mithilfe der Magnetschwebetechnik in wenigen Jahren 600 km/h schnell Peking mit Shanghai verbinden wird. Gäbe es so etwas hier, wäre man in etwas über zwei Stunden von Wien in Brüssel. China eignet sich gerade die Zukunft an.
In Deutschland, dem industriellen Herzland Europas, schwärmen sie derweil von Lastenfahrrädern, mit menschlicher Muskelkraft betrieben, zerstören sie mutwillig die bislang weltweit führende Autoindustrie zugunsten einer ökologisch wie ökonomisch problematischen E-Mobilität und fetischisieren sie den – grundsätzlich ja notwendigen – Umweltschutz in völlig unverhältnismäßigem Ausmaße und weisen ihm quasireligiösen Charakter zu.

Selbstgeißelungen und Enthaltsamkeit sind die Erlösungsvoraussetzungen dieses Kultes. „Zurück zum Sonntagsbraten“ – als einzige fleischliche Mahlzeit der Woche –, forderte etwa jüngst die Organisation Global 2000, und in der „Kronen Zeitung“ fand sich ein Aufruf, auf weltlichen Besitz wie „Nähmaschine, Mähmaschine oder Bohrmaschine“ zu verzichten und stattdessen „auszuborgen“, denn: „Umstellungen, die jetzt nach Verzicht aussehen, werden sich . . . als persönlicher Gewinn erweisen.“