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„Bussi, Wien“: Claudia Stegmüller und Michael Attia vor einem ihrer Postkartenmotive im Zweiten.
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Postkarten

Bussi aus Wien – aber anders

Das alternative Postkartenlabel „Bussi, Wien“ will die Stadt von ihrer „grindig-schönen“ Seite zeigen – und die alte Kulturtechnik des Postkartenschreibens neu beleben.

Michel Attia schreibt (und bekommt) irrsinnig gern Postkarten. Allerdings: Wenn er aus seiner eigenen Heimatstadt, Wien, Postkarten verschicken wollte, hatte er meist nur die Wahl zwischen „den Kitschigen“ und „den Trashigen“, auf denen „sich neben Stephansdom, Schönbrunn und Riesenrad noch fünf weitere Motive finden, vielleicht noch mit Glitter bestreut“.

Meistens wählte er dann „die Trashigen“, aber so ganz zufrieden war er nicht. Immerhin wusste er aus jener Zeit, als er in Berlin gelebt hatte, dass es auch anders geht: Dort gibt es Postkartenlabels, die alternative Blicke auf die Stadt zeigen.

Genau das versuchen nun Attia und die Fotokünstlerin Claudia Stegmüller – die beiden kennen einander vom gemeinsamen Publizistikstudium – auch in Wien: Mit „Bussi, Wien“ haben sie ein Postkartenlabel gegründet, das Seiten der Stadt zeigt, die sich garantiert von den einschlägig bekannten Touristenmotiven unterscheiden – aber dabei trotzdem, wie Stegmüller sagt, „einen klar erkennbaren Wien-Bezug haben“.