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Pandemie

Vierte Welle verliert ihren Schrecken

Trotz Impflücken sowie möglichen neuen Varianten ist eine Überlastung der Intensivkapazitäten im Herbst und Winter ein unwahrscheinliches Szenario.

Eine vierte Infektionswelle ist in den kommenden Monaten unausweichlich, sie wird aber fast ausschließlich Nicht-Immune betreffen und bei Weitem nicht so heftig ausfallen wie die bisherigen. Darin sind sich praktisch alle Gesundheitsexperten einig. Aber was genau bedeutet das in puncto Einschränkungen – also hinsichtlich der Rückkehr zur Normalität?

„Das bedeutet, dass es zwar zu einem durchaus starken Anstieg der Fallzahlen unter den Ungeschützten kommen wird, nicht aber zur Überlastung der Intensivstationen“, sagt Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation an der Donau-Universität Krems. „Ein Kollaps des Spitalssystems mit allen negativen Konsequenzen für die Bevölkerung war in der Bekämpfung der Pandemie immer unsere Hauptsorge. Solang die Intensivstationen nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, ist ein Lockdown oder Lockdown-ähnlicher Zustand mit Schließungen im Handel, in der Gastronomie, Hotellerie sowie im Kultur- und Sportbereich nicht erforderlich.“

Vorsichtsmaßnahmen wie Händehygiene und das Tragen von Masken in stark frequentierten Innenräumen sowie effizientes Contact Tracing nach positiven Tests seien dann ausreichend – bis es irgendwann auch sie nicht mehr brauchen werde.