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Erderwärmung

"Weckruf für die Welt": Reaktionen auf den Weltklimabericht in Zitaten

Archivbild von einer Klimademo in Washington D.C., USA.
Archivbild von einer Klimademo in Washington D.C., USA.REUTERS
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Ein „Weckruf für die Welt“ nennt Boris Johnson den Bericht des Weltklimarates. „Keine wirklichen Überraschungen“ ortet Aktivistin Greta Thunberg. ÖVP-Staatssekretär Brunner will die Energiewende „schneller umsetzen“.

Der Klimawandel vollzieht sich schneller und folgenschwerer als bisher angenommen - das ist das Ergebnis desersten Teils des neuen Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC. Ausgewählte Reaktionen auf den Bericht in Zitaten:

UN-Generalsekretär Antonio Guterres in New York: "Der Bericht muss die Totenglocke für Kohle und andere fossile Brennstoffe sein, bevor sie unseren Planeten zerstören. Wenn wir unsere Kräfte jetzt bündeln, können wir die Katastrophe abwenden."

Boris Johnson, britischer Premierminister, in London: "Der heutige IPCC-Bericht ist hoffentlich ein Weckruf für die Welt, jetzt zu handeln, bevor wir uns im November in Glasgow zum entscheidenden COP26-Gipfel treffen werden. Es ist klar, dass die nächste Dekade entscheidend für die Sicherung der Zukunft unseres Planeten sein wird."

Daniel Huppmann, Forscher am IIASA in Laxenburg: "Wir befinden uns bereits mitten in einem Jahrhundert der Extremwetterereignisse. Diese Ereignisse hängen direkt mit dem Klimawandel zusammen und werden in den nächsten Jahren weltweit zunehmen - auch hier in Österreich."

IPCC-Mitautor Douglas Maraun, Universität Graz: "Wenn wir die Emissionen nicht schnell genug herunterfahren und bis etwa 2050-2070 netto-null erreicht haben, werden wir beide Pariser Klimaziele verfehlen."

Greta Thunberg, schwedische Klimaaktivistin, auf Twitter und Instagram: "Der neue IPCC-Bericht enthält keine wirklichen Überraschungen. Er bestätigt, was wir schon aus Tausenden vorherigen Studien und Berichten wissen - dass wir uns in einem Notfall befinden."

Ida Ploner, Schülerin und FFF-Aktivistin in Wien: "Als Jugendliche macht mir der neue Bericht große Angst. Er prophezeit eine Zukunft, vor der man sich fürchten muss. Und trotzdem bleibt die Politik untätig."

Werner Kogler, Vizekanzler, Grüne: "Handeln wir nicht und geben wir das Heft aus der Hand, dann sind wir durch globalen Temperaturanstieg, steigenden Meeresspiegel und Extremwetter weiteren irreversiblen Konsequenzen ausgesetzt, mit zahlreichen dramatischen sozialen Folgen."

Johannes Schmuckenschlager, Umweltsprecher ÖVP: "Mit dem Beschluss des EAG - des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes - vor wenigen Wochen sind wir am richtigen Weg. Jetzt geht es um die rasche Umsetzung - wir brauchen keine Verzögerung von Verfahren."

Lukas Hammer, Klimaschutzsprecher der Grünen und Vorsitzender des Umweltausschusses: "Der Bericht des IPCC bestätigt auf dramatische Weise, was jeder und jede von uns diesen Sommer beobachten kann: Die Klimakrise bedroht den Fortbestand unserer Zivilisation so wie wir sie kennen."

Julia Herr, SPÖ-Umweltsprecherin: "Noch immer haben wir in Österreich kein gesetzliches Klimaziel für das aktuelle Jahr 2021, geschweige denn einen schlüssigen Plan, wie wir den CO2-Ausstoß in den kommenden Jahren und Jahrzehnten effektiv reduzieren wollen."

Michael Bernhard, NEOS-Klima- und Umweltsprecher: "Die Welt steuert momentan auf eine Erhöhung der Durchschnittstemperatur von über 3 Grad zu, was eine massive Destabilisierung von Staaten, Gesellschaften, Ökosystemen und Lebensgrundlagen bedeutet."

Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich: "Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, müssen wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Nur so werden wir die notwendigen Investitionsprojekte rechtzeitig realisieren können."

Magnus Brunner, Staatssekretär (ÖVP): "Ich will nicht von der Energiewende träumen, sondern sie schneller umsetzen und unsere Klima- und Energie-Ziele tatsächlich erreichen. Denn Klimaschutz ist eine der wesentlichsten Aufgaben unserer Generation! Darum brauchen wir schnellere Genehmigungsverfahren in Österreich."

(APA)