Die Beteiligung der AvW wurde am Mittwoch versteigert. AmpegaGerling hat 12,60 Euro je Aktie geboten, somit in Summe 17,9 Mio. Euro gezahlt. Finanzmarktaufsicht sowie Kartellbehörden müssen noch zustimmen.
Wien/Köln. Der Drittelanteil am börsenotierten Fondsanbieter C-Quadrat Investment AG, den die insolvente Finanzgruppe AvW hielt, wurde am Mittwoch an eine Tochter des drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns Talanx versteigert. Der Asset-Manager AmpegaGerling hat 12,60 Euro je Aktie geboten, somit in Summe 17,9 Mio. Euro gezahlt. Das Mindestgebot betrug 12,50 Euro je Aktie. Die Deutschen wollen kleinere Aktienpakete außerbörslich weiterveräußern, um dauerhaft 25,1 Prozent an C-Quadrat zu halten, kündigten sie an.
Die Finanzmarktaufsicht (FMA) sowie die deutsche und österreichische Kartellbehörde müssen dem Deal noch zustimmen. Ob der Erlös tatsächlich in die AvW-Masse fließt und damit den rund 12.500 mutmaßlich geschädigten Genussschein-Inhabern der AvW zugutekommt, ist noch unklar. Die C-Quadrat-Aktien sind nämlich an die Grazer Capital Bank verpfändet. Die Verwertungsvereinbarung mit der Capital Bank sieht vor, dass zuerst verwertet und dann geprüft wird, wem die Aktien zustehen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.10.2010)