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Sommer-Serie

Was wurde aus Dominic Heinzl?

In ATV moderiert Dominic Heinzl „Heinzl und die VIPs“
In ATV moderiert Dominic Heinzl „Heinzl und die VIPs“(c) ATV/Bernhard Eder
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Von ATV gehypt, im ORF untergegangen – doch weg vom Bildschirm ist Dominic Heinzl deswegen noch lange nicht. Er hat nur eine Pause gemacht.

Um zu dieser High Society dazuzugehören, muss man ganz schön viel tun: Für seine letzte Sendung vor der Sommerpause begleitete Moderator Dominic Heinzl Moderatorin Sasa Schwarzjirg zum Fahrsicherheitstraining, wo er ihren Fahrstil kommentierte. „Das sind die Führerscheinneulinge: Sehen sie ein 30er-Taferl, gehen sie schon vom Gas“, sagte er. Im nächsten Beitrag traf Heinzl im Prater den selbsternannten „Tinder-King“ Luis und Lugners Ex-Freundin Lydia, von Heinzl konsequent als „Wüdsau“ bezeichnet. Die beiden mussten die wildesten Attraktionen im Prater testen – bis ihnen übel war. Ja, man muss einiges über sich ergehen lassen, um in „Heinzl und die VIPs“ vorzukommen.

„Alle wollen sie eines Tages berühmt werden, aber der Weg nach oben ist halt mit Schweiß und Tränen gepflastert“, sagte Heinzl einmal. Und mit Schmerz könnte man anfügen: Nie war Heinzl berühmter als nach der „Prügelaffäre“ mit Sido. Nach der Liveübertragung der ORF-Show „Die Große Chance“ hatten Heinzl und der deutsche Rapper Sido eine Meinungsverschiedenheit – worauf Sido Heinzl einen Faustschlag verpasste und der Moderator zu Boden ging. Sido warf Heinzl „Schauspielerei" vor und Heinzl fühlte sich öffentlich gemobbt. Einen Prozess gegen „News“, das Heinzl vorgeworfen hatte, sich absichtlich fallen lassen zu haben, hat der Moderator inzwischen gewonnen.

Die Prügelaffäre markiert auch das Ende von Heinzls Karriere im ORF. Er war 2009 mit fliegenden Fahnen auf den Küniglberg gekommen: Seine bissige ATV-Sendung "Hi Society" sah aus wie echte Konkurrenz für die verstaubten ORF-„Seitenblicke“. Doch im ORF wollte der Funke nie recht überspringen. Die Quoten für sein „Chili“ sanken. Die Sendung wurde umgebaut, gekürzt und 2012 schließlich eingestellt. Woran lag der Misserfolg? Am Mangel an „Promis“, wie sie ATV produziert? Daran, dass die ORF-Zuseher es lieber ernst haben als spöttisch? An der „Todeszone“ Vorabend? Man weiß es nicht.

Dominic Heinzls ORF-Sendung "Chili" wollte nicht so recht zünden
Dominic Heinzls ORF-Sendung "Chili" wollte nicht so recht zünden(c) ORF (Thomas Ramstorfer)

Nach dem Ende von „Chili“ wurde es vorerst still um den vorlauten Moderator. Für Puls 4 berichtete er 2015 vom ESC in Wien. Erst 2017 feierte er sein Comeback bei ATV, wo er nun wieder täglich über Prominente und solche, die es gerne wären, berichtet.

Aufgrund der Corona-Pandemie sei es in der High Society ruhiger geworden, heißt es aus dem Sender, aber Heinzl sei wie eh und je im Einsatz. Momentan sei er im Urlaub, weshalb er für die „Presse“ auch nicht für ein Interview zur Verfügung stand. Ab 30. August sei der 57-Jährige on air, mit „Heinzl und die VIPs“ sowie der Sonntagsausgabe „Heinzl und die VIPs – Weekend“. Dann gibt es wieder jede Menge Gelegenheiten dafür zu zeigen, was man als „VIP“ alles ertragen muss.