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Salzburger Festspiele

Diese neun Musiker reichen für Bruckners Siebte

Wunderbar abgestimmtes Miteinander: "Capuçon and friends"(c) ©MarcoBorrelli, Salzburger Festspiele
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Anton Bruckners Symphonie Nummer Sieben lässt sich neu entdecken: eine Aufführung der Kammermusikfassung aus dem Schönbergkreis, phänomenal gespielt von Renaud Capuçon und Freunden.

Im Sitcom-Klassiker „Frasier“ will Niles seinen Bruder Frasier einmal mit der Mahnung zur Raison bringen, dass weniger doch mehr sei. Der entgegnet jedoch: „Ah, but if less is more, just think how much more more will be!“ Und fügt beim von ihm selbst komponierten und dirigierten Radiojingle zum Orchester noch einen Chor hinzu . . .

Bei Anton Bruckners glänzend-bewegender Symphonie Nr. 7 E-Dur (sie war unlängst in Salzburg unter Thielemann gewohnt opulent zu erleben) möchte man Frasier eigentlich beipflichten. Also: gerne noch ein paar Streicherpulte mehr. Und wenn mich nicht alles täuscht, hat Karajan seinerzeit den dramatischen Hornruf, der gegen Ende des Adagios so schicksalhaft bedrohlich dazwischenfährt und den schon Bruckner lieber von vier als nur von zwei Hörnern gespielt wissen wollte, nochmals verdoppelt. Er wusste, warum. Aber nun: Bruckner abgespeckt, auf ein Nonett reduziert. Die Symphonie als Kammermusik –das soll gehen?