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Europa League

Nur ein neues Zypern-Trauma kann Rapid noch stoppen

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DIe Wiener fliegen mit einem "sehr positivem Gefühl" zur Partie gegen Anorthosis.

Der Aufstieg ins Play-off der Fußball-Europa-League ist für Rapid zum Greifen nahe. Nach dem 3:0-Erfolg im Allianz Stadion haben die Hütteldorfer vor dem Rückspiel gegen Anorthosis Famagusta in Larnaka am Donnerstag (19.00 Uhr/live ORF eins) alle Trümpfe in der eigenen Hand. "Wir fliegen mit einem sehr guten G efühl nach Zypern, haben uns mit dem 3:0 eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen, wo wir das Heft in der Hand haben", sagte Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic.

Ercan Kara (35.), Taxiarchis Fountas (64.) und Marco Grüll (83.) münzten die Überlegenheit im Hinspiel in Tore um. Die Zyprer waren nur zweimal nach der Pause richtig gefährlich, hätten da mit dem zwischenzeitlichen 1:2 aber noch einmal für Spannung sorgen können. Auch deshalb wird die Truppe von Coach Temur Ketsbaia nicht auf die leichte Schulter genommen. "Es wird kein Spaziergang", betonte Barisic. Das weiß er auch aus eigener Erfahrung, war er doch bei Rapids bisher einzigem Duell mit Anorthosis 2008 in der Champions-League-Qualifikation als Co-Trainer dabei.

Damals hatte es im Hinspiel auf Zypern eine 0:3-Niederlage gesetzt, die diesmal eine Verlängerung bedeuten würde. "Ich habe keine schönen Erinnerungen, was das Hinspiel betrifft. Das Ausscheiden war damals eine riesengroße Enttäuschung. Die Voraussetzungen jetzt sind aber ganz andere, diesmal haben wir das Hinspiel 3:0 gewonnen", verlautete Barisic. Ein Aufstieg wäre auch deshalb besonders wichtig, da man damit einen Platz in einer europäischen Gruppenphase bereits sicher hätte. Sollte im Play-off gegen Sorja Luhansk dann das Out kommen, würde man in die Conference League umsteigen.

Die im Europacup nach drei Partien auf Zypern noch sieglosen Hütteldorfer wollen sich mit dem "Trostpflaster" noch nicht befassen, die neunte Teilnahme an der Europa League hat man klar im Visier. "Ich denke, dass es sehr wichtig sein wird, dass wir auch auf Zypern eine ähnlich konzentrierte Leistung auf dem Platz abliefern wie beim Hinspiel. Dann wird die Partie in die für uns angestrebte Richtung gehen", sagte Trainer Dietmar Kühbauer. An den Voraussetzungen hat sich nichts geändert. Der 13-fache Meister aus Zypern ist noch immer nicht in die Liga gestartet, am fehlenden Rhythmus des Teams hat sich also nicht viel geändert.

"Wir wollen auch diesen Donnerstag ähnlich aggressiv und fokussiert an das Match herangehen", betonte der 50-Jährige. Zu Spielbeginn werden im Antonis Papadopoulos Stadion noch immer mehr als 30 Grad erwartet. "Wir hatten einen Tag mehr Pause als vor dem Match gegen den WAC. Daher bin ich sicher, dass wir frisch ins Rückspiel gegen Famagusta gehen werden, ungeachtet der zu erwartenden hochsommerlichen Bedingungen", blickte Kühbauer optimistisch nach vorne.

Der 3:0-Heimsieg in der Liga, der erste volle Erfolg im dritten Anlauf, brachte die nötige Ruhe und vor allem auch weiteres Selbstvertrauen. "Die Burschen haben ihre Aufgabe am Sonntag sehr gut gelöst. Das war auch wichtig für die Köpfe", verlautete der Burgenländer. Positiv ist auch, dass sich die angespannte Personalsituation durch die Rückkehr von Mittelfeldmann Robert Ljubicic und Offensivakteur Koya Kitagawa bessert.

Ljubicic ist dann am Sonntag in der Liga in Altach noch einmal gesperrt. Um sich auf die Partie in Vorarlberg bestens vorzubereiten, wird auf eine Heimreise nach Wien am Freitag verzichtet und stattdessen Friedrichshafen angeflogen. "Der Stress wird nicht kleiner, das hilft uns sicher", ist Kühbauer mit der Reiseplanung zufrieden.

(APA)