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Güter- und Personenverkehr

Deutscher Lokführer-Streik führt weiter zu Zugausfällen

GDL-Chef Claus Weselsky hat bereits mit weiteren Streiks gedroht.
GDL-Chef Claus Weselsky hat bereits mit weiteren Streiks gedroht.(c) Getty Images (Carsten Koall)
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In Österreich betroffen sind manche Tagesverbindungen nach Deutschland, die nur im heimischen Abschnitt geführt werden können, sowie auch der Nachtreiseverkehr etwa nach Hamburg.

Kunden der Deutschen Bahn müssen sich auch am Donnerstag auf Verspätungen und Zugausfälle einrichten. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) setzt ihren am Mittwoch begonnenen Streik im Güter- und Personenverkehr noch bis in die Nacht zum Freitag fort. Die Bahn setzt nach eigenen Angaben alles daran, am Freitag wieder den Regelbetrieb zu fahren. Nach wie vor ist auch Österreich betroffen.

Wie bereits am Vortag sollen auch am Donnerstag nur rund 25 Prozent der Fernzüge nach einem Sonderfahrplan verkehren, hat die Deutsche Bahn angekündigt. Insbesondere in den westdeutschen Regionetzen könnten erneut etwas mehr Züge fahren, weil hier noch mehr beamtete Lokführer ohne Streikrecht ihren Dienst tun. Wegen des höheren Organisationsgrads der GDL im Osten waren unter anderem zwischen Berlin, Leipzig und Dresden am Mittwoch kaum Züge unterwegs.

In Österreich betroffen sind manche Tagesverbindungen nach Deutschland, die nur im heimischen Abschnitt geführt werden können, sowie auch der Nachtreiseverkehr etwa nach Hamburg. Der innerösterreichische Tagverkehr von Salzburg nach Tirol über den DB-Korridor ist von den Einschränkungen allerdings nicht beeinträchtigt. Ebenfalls sollen die Railjet Verkehre Wien/Klagenfurt nach München, sowie die EC Verkehre Italien - Kufstein - München planmäßig geführt werden.

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GDL-Chef Claus Weselsky hat bereits mit weiteren Streiks gedroht. Insbesondere die von der Bahn vorgeschlagene lange Laufzeit von 40 Monaten für den Tarifvertrag müsse vom Tisch. Zu seinen Gefolgsleuten sagte Weselsky: "Ich verspreche euch nicht, dass es am Freitag schon vorbei ist. Aber wir gehen sorgsam mit unserer Tarifmacht um." Eine Entscheidung über weitere Arbeitskampfmaßnahmen soll erst in der kommenden Woche fallen.

(APA/dpa)