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Protest

Ensemble der Seefestspiele Mörbisch fordert "faire Bezahlung"

Mit einem Banner mit der Aufschrift "Fair P(l)ay für KünstlerInnen" will sich das Ensemble für eine "faire Bezahlung" einsetzen.
Mit einem Banner mit der Aufschrift "Fair P(l)ay für KünstlerInnen" will sich das Ensemble für eine "faire Bezahlung" einsetzen.(c) APA/CLEMENS ASCHER (CLEMENS ASCHER)
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Künstler und Festspielleitung streiten über die Auslegung der Verträge.

Bei den Seefestspielen Mörbisch wird weiter über die Verträge des Ensembles diskutiert. Konkret geht es um drei Vorstellungen, für die aus Sicht der Künstler ein Honorar fällig wäre, sagte deren Anwalt Georg Streit von der Kanzlei Höhne, In der Maur & Partner. Die Festspiele sehen das anders. Mit einem Banner mit der Aufschrift "Fair P(l)ay für KünstlerInnen" will sich das Ensemble nun für eine "faire Bezahlung" einsetzen.

In den Verträgen der Künstler sei eine Gage für 16 bis 18 Vorstellungen festgeschrieben, wobei im Probenzeitraum festgelegt werde, wie viele Termine gespielt werden. Ursprünglich waren 16 geplant. Zwei Zusatzvorstellungen seien erst nach der Premiere angesetzt worden - aus Sicht der Künstler "zu spät", weshalb sie nun die ebenfalls in den Verträgen enthaltene Gage für über den 18. Termin hinausgehende Vorstellungen fordern, betonte Streit. Hinzu komme noch das Honorar für die Generalprobe, für die die Veranstalter Karten verkauft hätten und die somit als 19. Vorstellung zu werten sei.

Die Künstler, die nach der Vorstellung am vergangenen Donnerstag mit einem Transparent auf die Angelegenheit aufmerksam machen wollten, würden sich nicht fair behandelt fühlen. Eine "faire Bezahlung" sei auch ein Ausdruck von Wertschätzung, meinte Streit. Sie wollen weiter verhandeln und wenn nötig auch prozessieren.

"Von einer Minderbezahlung kann keine Rede sein"

Bei den Seefestspielen legt man die Verträge hingegen anders aus. Festspieldirektor Dietmar Posteiner hatte den Künstlern schon am vergangenen Donnerstag widersprochen. 18 Vorstellungen würden per Vertrag bezahlt, 18 würden auch stattfinden. "Von einer Minderbezahlung kann keine Rede sein. Wir halten zu 100 Prozent die Verträge ein", meinte er.

Mitglieder des Ensembles seien der Ansicht, dass die Zusatzvorstellungen etwas zu spät angesetzt worden seien. Sie müssten sich laut Vertrag aber für Zusatztermine bereithalten, die man immer erst dann planen könne, wenn klar sei, ob sie gebraucht werden, so Posteiner.

(APA)