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Salzburger Festspiele

Muti: Mit 80 zum ersten Mal die "Missa solemnis"

Die Wiener Philharmoniker folgten Riccardo Muti auch bei der "Missa solemnis" durch dick und dünn.
Die Wiener Philharmoniker folgten Riccardo Muti auch bei der "Missa solemnis" durch dick und dünn.(c) ©MarcoBorrelli
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Riccardo Muti dirigierte zu seinem Achtziger und zur Feier seines 50-Jahr-Festspiel-Jubiläums erstmals Beethovens „Missa solemnis“.

Es ist ein doppeltes Jubiläum: Riccardo Muti feiert seinen Achtziger ebenso wie sein erstes Engagement bei den Salzburger Festspielen vor 50 Jahren. Da kann selbst ein Mann wie er nicht einfach irgendein Programm zu Mariä Himmelfahrt dirigieren – den Konzerttermin hat der Maestro von Herbert von Karajan „geerbt“. Orchester wie Publikum betrachteten ihn als dessen legitimen Festspiel-Erben, allein, die Salzburger Kulturpolitik entschied sich damals für das Regietheater und gegen musikalische Kompetenz . . .

Wie auch immer: Zum Festtag wählte Muti Beethovens „Missa solemnis“ – eine echte Premiere: Er hatte dieses Gipfelwerk noch nie dirigiert! Wie ein erster Versuch klang die Aufführung dennoch nicht. Ganz im Gegenteil. Muti selbst meinte, seine „Missa“-Karenz hätte vor etwas mit Respekt vor dem dem Außerordentlichen zu tun. Vom ersten Takt an fühlte man bei dieser Aufführung die lange und intensive Beschäftigung des Interpreten mit der an Rätseln reichen Partitur. Muti bewältigte das Werk und präsentierte es so stringent, wie das vielleicht heute kein Zweiter vermag.