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Leitartikel

Die Schande von Kabul und österreichische Abschiebefantasien

Warten am Flughafen in Kabul.
Warten am Flughafen in Kabul.(c) APA/AFP/WAKIL KOHSAR (WAKIL KOHSAR)
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Die USA sahen in Afghanistan über Korruption hinweg und paktierten mit Warlords. Doch es gab auch Erfolge: Die werden im jetzigen Fiasko zerstört.

Es sind albtraumhafte Bilder: Verzweifelte Menschen versuchen, zu Flugzeugen am Rollfeld in Kabul zu gelangen, in der Hoffnung, sich in Sicherheit bringen zu können. Schüsse fallen. Männer klammern sich an eine abhebende Transportmaschine. Eine afghanische Menschenrechtsaktivistin berichtet auf Twitter, wie sie und andere von US-Soldaten zurückgedrängt werden. Unter den Fliehenden sind Mitarbeiter von NGOs oder westlichen Streitkräften, Afghaninnen und Afghanen, die zu Recht die Taliban fürchten. Doch noch sind sie bei den Evakuierungsflügen nicht an der Reihe – sofern sie überhaupt noch gerettet werden.

Die Bilder vom Flughafen in Kabul sind Bilder der Schande und des Versagens. In Washington wollte man den Abzug aus Afghanistan nicht wie eine Niederlage aussehen lassen. Doch die überstürzte Evakuierung wirkt so gar nicht wie ein geregelter Rückzug, sie ist eine Flucht.

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