KTM x-Bow: Kein Gefährt für jedermann

Was wurde eigentlich aus diesem österreichischen, äh, Auto?
Obwohl schon Grabesreden gehalten wurden, lebt der KTM x-Bow. Es ist bloß kein Gefährt für jedermann.

Eigentlich haben wir ja das Auto erfunden. Bloß nicht als Erste – der Titel geht an die Herren Benz und Daimler. Zweifelsfrei aber fuhr das erste Hybridauto der Welt auf Wiens Straßen (Lohner-Porsche „Mixte“,  1902). Sein Konstrukteur, Ferdinand Porsche, entwarf später den Käfer. Der Porsche 356 – Urahn aller Sportwagen – entstand in Gmünd in Kärnten (bevor sich der Clan endgültig nach Deutschland verlegte).

Auf dieser Historie fußt Österreichs Autoindustrie als High-End-Zulieferer.  Wir – im patriotischen Fall immer angebracht – bauen Motoren für BMW, Luxusautos für Reiche (Mercedes G und Aston Martin Rapide entstehen in Graz) und sehen beim VW-Konzern nach dem Rechten. Nur eigene Automarke wollte keine überleben.

Seit drei Jahren gibt es wieder ein österreichisches Auto: den X-Bow (sprich „Crossbow“). Der Motorradhersteller KTM hat den Begriff freilich gedehnt: Die „Armbrust“ hat weder Türen noch Dach noch Windschutzscheibe. Dafür ist das Vehikel furchterregend schnell und ein starkes Stück (österreichisches) Design. Die Krise kam den ehrgeizigen Zielen in die Quere, die Produktion stand für Monate. Nun geht es wieder weiter; 2011 kommt gar ein neues Modell. Bald sogar mit Windschutzscheibe.

(c) Hersteller

Name: KTM X-Bow „Street“
Preis: 68.013 Euro
Motor: R4-Zylinder-Turbo, 1984 ccm
Leistung: 240 PS
Gewicht: 790 kg
0 auf 100 km/h: 3,9 sec
Verbrauch: nicht mehr als Vatis Diesel
Umweltfaktor: gut – Leichtbau ist die Zukunft
Kennzeichen: Fahrer hat Fliegen im Gesicht
Stilrichtung: puristisch-aggressiv
Anlage: buy – ein künftiger Klassiker

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.