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Interview

Spar-Chef: "Ich bin für ein Ende dieser Ungerechtigkeit"

Spar-Chef Fritz Poppmeier hält nichts von einer Impfpflicht für Supermarkt-Mitarbeiter.(c) wildbild Foto: Wildbild
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Die Maskenpflicht in Supermärkten hält Spar-Chef Fritz Poppmeier für diskriminierend. Die Regierung müsse den Hilfsmodus wieder verlassen und Leistung propagieren. Von den Plastikpfand-Plänen der Umweltministerin hält er nichts.

Die Presse: Herr Poppmeier, Sie haben sich in der Vergangenheit immer wieder gegen ein Einweg-Plastikpfand ausgesprochen. Das ist eine zentrale grüne Forderung. Damit reihen Sie sich in die immer länger werdende Liste von Kritikern von Umweltministerin Leonore Gewessler ein. Warum?

Fritz Poppmeier: Es ist von der Umweltministerin zu kurz gedacht, einzelne Themen wie das Plastikpfand rauszupicken und das laut zu trommeln. Ich bin deshalb dagegen, weil das einen irren Aufwand bedeuten würde und das selbst gut umgesetzt nur einen minimalen Effekt hätte. Es muss uns gelingen, Kunststoff generell wiederzuverwerten, da sind Getränkeverpackungen nur ein ganz kleiner Baustein. Wir sollten hier im Handel wirklich die großen Tasten drücken und uns nicht bei den kleinen verlaufen. Meine Idee deckt sich hier stark mit dem Zehn-Punkte-Plan der Wirtschaftskammer, der das Problem des Plastikmülls ganzheitlicher angeht.


Lässt sich das Einweg-Plastikpfand überhaupt noch abwenden?

Ich hoffe sehr, dass es nicht kommt. Davon steht auch nichts im Regierungsprogramm. Das Resultat wäre eine endlose Flut von Mehrfahrten, das würde unsere Umweltbilanz sogar verschlechtern.


Sie halten die Pläne der Umweltministerin also für Symbolpolitik?