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Afghanistan

Die letzten Druckmittel des Westens in Afghanistan

Verhandlungen über eine neue Regierung. Der frühere afghanische Präsident Hamid Karzai (l.) im Gespräch mit Anas Haqqani (r.), Führungsmitglied einer besonders berüchtigten Taliban-Miliz.(c) APA/AFP/Islamic Emirate of Afghanistan/- (-)
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Nach ihrem Siegeszug bemühen sich die Taliban um internationale Anerkennung. Zugleich gibt es erste Berichte über Verbrechen der Extremisten. Noch gibt es Möglichkeiten, von außen Einfluss zu nehmen. Doch sie sind beschränkt.

Auch wenn es fast wie eine Bitte formuliert ist, so ist es doch ein Befehl: Die Imame in Kabul und den Provinzen sollen bei ihren Freitagspredigten die Afghanen von einer Flucht ins Ausland abhalten, zu Einheit aufrufen und „negativer Propaganda des Feindes“ entgegenwirken. Dieses Gesuch an die Geistlichen erging nun von der Taliban-Führung. Zugleich mehren sich in sozialen Netzwerken erste Berichte über Verbrechen der siegreichen Extremisten.

US-Präsident Joe Biden stellte am Donnerstag klar, dass es an den Taliban liege, wie künftig mit ihnen umgegangen werde. Und auch Frankreichs Außenminister, Jean-Yves Le Drian, stellte Bedingungen: Für eine Anerkennung müssten die Taliban die Rechte der Frauen respektieren und dem Terrorismus den Rücken kehren. Doch viele Druckmittel hat die internationale Gemeinschaft nicht mehr.

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