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Vom steinigen Weg zum Film

Umut Dağ wuchs als Sohn einer Arbeiterfamilie in der Wiener Brigittenau auf.Mirjam Reither
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Regisseur Umut Dağ musste sich die Freiheit, seinem Traum eine Chance zu geben, lang erarbeiten. Jetzt steht seine zweite ORF-Serie vor der Premiere.

Nächste Woche startet die Dramaserie „Die Macht der Kränkung“ im ORF. In sechs Teilen visualisiert der österreichische Filmregisseur Umut Dağ die Vorgeschichte eines Amoklaufs, inspiriert vom gleichnamen Sachbuch des Gerichtspsychiaters Reinhard Haller. Bisher ist es das mit Abstand längste Projekt des 39-jährigen Regisseurs.

Umut Dağ hat Jahre damit verbracht, aus seinem Gedankenkonstrukt auszubrechen. Als Sohn einer kurdischen Einwandererfamilie spürte der gebürtige Wiener den Stempel, der ihm aufgedrückt war, sein Leben lang. „Ich wusste nicht, dass der Regieberuf für jemanden wie mich, aus einer migrantischen Arbeiterfamilie, überhaupt eine Möglichkeit ist. Astronaut zu werden wäre ähnlich weit weg gewesen“, erzählt er der „Presse“.

So löste er sich zuerst aus der ihm in der Hauptschule gebotenen Perspektive zum Lehrberuf und studierte Religionswissenschaft, Pädagogik und Internationale Entwicklung. Währenddessen drehte er seine ersten eigenen Kurzfilme, wechselte dann zur Filmakademie Wien – und lebt heute seinen Traum.