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"Das war keine Anspielung auf Mauthausen"

THEMENBILD: 20 JAHRE INTERNET: INTERNETCOMMUNITY/FACEBOOK
(c) APA/GEORG HOCHMUTH (Georg Hochmuth)
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"A gewisses Institut in OÖ gehört wieder geöffnet", "meine Führerbraut": Nach einer Welle der Empörung über die Eintragungen eines Kärntner Politikers auf Facebook legt dieser alle Ämter zurück.

Florian Semmler, FPK-Ersatzgemeinderat aus Seeboden, hat mit Äußerungen auf Facebook für heftige Proteste gesorgt. Am Freitag legte der Kärntner alle politischen Ämter zurück.

(c) Screenshot

Semmler hatte im Zuge einer Ausländerdebatte auf Facebook von einem "gewissen Institut in Oberösterreich" geschrieben, "das wieder geöffnet gehört".

"Keine Anspielung auf KZ Mauthausen"

Die Grünen forderten daraufhin eine Selbstanzeige wegen Wiederbetätigung. Semmler wehrte sich aber am Freitag gegen Vorwürfe, er habe mit dem "gewissen Institut" das "Konzentrationslager in Mauthausen" gemeint: "Das ist fehlinterpretiert worden. Ich weise diese Anspielung zu hundert Prozent zurück." An welches "Institut" er gedacht hat, ließ Semmler offen.

"Eva Braun - meine Führerbraut"

Der Kärnter hatte auf seinem Facebook-Profil außerdem eine digitale Freundin als "Eva Braun - meine Führerbraut" bezeichnet. "Ich bedauere die Äußerung. Sie war als Spaß gedacht", erklärte der Kärntner am Freitag.

Er ziehe nun "die volle Verantwortung aus der ganzen Geschichte": "Ich habe bereits alle meine politischen Funktionen zurückgelegt." Gleichzeitig distanzierte sich Semmler "voll und ganz" vom Nationalsozialismus.

Der Kärntner betonte außerdem, dass er kein Parteimitglied, sondern nur ein parteiloses Fraktionsmitglied der FPK in Seeboden war.

(jst)