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Wiener Ansichten

Wenn das Stadtmobiliar „Schleichts eich!“ schreit

Wer will da bleiben? Impressionen aus der Leopoldstadt (Marinelligasse/Nordbahnstraße) . . .wf
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Vom Sitzen in Wiens öffentlichen Räumen oder: Das Ende der Gemütlichkeit.

„Ich verlange von einer Stadt, in der ich leben soll, Asphalt, Straßenspülung, Haustorschlüssel, Luftheizung und Warmwasserleitung. Gemütlich bin ich selbst.“ So weit Karl Kraus vor mehr als 100 Jahren. Was Wiens Stadtmöblierung betrifft, bliebe Herrn Kraus heutzutage ohnehin nichts anderes übrig, als wenigstens seinerseits gemütlich zu sein: Was sich da an Inkomfortabilitäten in Sachen öffentlicher Sitzgelegenheiten zuletzt angesammelt hat, trägt nichts dazu bei, den Aufenthalt in öffentlichen Räumen auch nur halbwegs annehmlich zu gestalten.