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Pandemie

Warum der Druck auf Impfskeptiker erhöht wird

FRANCE-HEALTH-VIRUS-RESTAURANT
Eine Impfung als Bedingung für den Zutritt in Discos und Clubs dürfte kommen, eine Ausweitung auf die gesamte Gastronomie ist nicht auszuschließen.AFP via Getty Images
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Eine verlässlich hohe Wirksamkeit der Impfstoffe sowie ihre gute Verträglichkeit erlauben ein immer rigoroseres Vorgehen gegen den impfskeptischen Teil der Bevölkerung.

Derart klare Ansagen sind selten. Sollte die Zahl der Neuinfektionen sowie Intensivpatienten in den kommenden Wochen steigen, sei das Inkrafttreten der 1-G-Regel in der Nachtgastronomie unausweichlich, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Sommergespräch auf Puls4. Gleich im nächsten Satz zeigte er sich überzeugt davon, dass die Zahlen steigen werden.

Damit verriet er – wie schon zuvor Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne), der von „Voraussetzungen“ für die Umsetzung der 1-G-Regel sprach – die Strategie der Regierung, wonach schon bald nur noch vollständig Immunisierte Zutritt in Discos, Clubs und Bars haben werden. Wobei diese Bereiche nur der erste Schritt sein dürften, eine Impfung als Bedingung für Besuche von Fitnessstudios, Kinos und anderen, insbesondere von Jüngeren frequentierten Orten ist sehr wahrscheinlich. Nicht auszuschließen ist auch eine Ausweitung auf die gesamte Gastronomie und Hotellerie, was einer indirekten Impfpflicht gleichkäme.

Ein Szenario, das noch vor einigen Monaten undenkbar war. Ungeimpfte so stark in ihren Freiheiten einzuschränken sei ein gesellschaftlicher Drahtseilakt, lautete der Tenor der öffentlichen Debatte. Weswegen die Regierungsspitze die Frage nach mehr Druck auf Impfskeptiker stets umschiffte. Bis jetzt.