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Qualifikation

Europacup: Rapid und Sturm können ihren Vorteil ausspielen

Robert Ljubičić und Rapid haben mit dem 3:0 im Hinspiel gegen Sorja Luhansk den Grundstein für die Gruppenphase gelegt.
Robert Ljubičić und Rapid haben mit dem 3:0 im Hinspiel gegen Sorja Luhansk den Grundstein für die Gruppenphase gelegt.APA/GEORG HOCHMUTH
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Rapid will mit Mut und Intensität den Aufstieg gegen Sorja Luhansk besiegeln, auch Sturm Graz hat gegen NŠ Mura die Trümpfe in der Hand. Lask muss bei St. Johnstone gewinnen.

Rapid möchte nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel heute (18.30 Uhr, live ORF1) bei Sorja Luhansk nichts mehr anbrennen lassen. Die Ausgangsposition sei „nicht die schlechteste, aber es bedeutet nicht, dass es ein Spaziergang wird“, sagte Trainer Dietmar Kühbauer vor der Abreise in Luhanks Exil-Heimstätte Saporischschja. „Wir wissen ganz genau, dass internationale Spiele sehr physisch sind. Wir müssen ab der ersten Minute im physischen Bereich wirklich da sein, müssen uns nach vorne etwas zutrauen, müssen gut verteidigen und einfach im Spiel drinnen sein.“

Vor der Offensivstärke der Ukrainer ist seine Mannschaft gewarnt, so viele (vergebene) Chancen wie vor einer Woche in Wien darf man nicht noch einmal zulassen. Umgekehrt ist die grün-weiße Kaltschnäuzigkeit wieder gefragt. „Mit einem Tor, bin ich überzeugt, sind wir komplett durch. Aber ich denke, dass wir eine sehr gute Leistung dafür benötigen“, meinte Kühbauer.

Bei Rapid ist Torhüter Richard Strebinger das große Fragezeichen. Der 28-Jährige verletzte sich im Ligaspiel gegen Ried (3:0) an der Schulter und verspürt nach wie vor Schmerzen. Sein Einsatz wird sich am Spieltag entscheiden, als Ersatz steht Paul Gartler bereit. Mit der neunten Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase wäre den Hütteldorfern jedenfalls nicht nur der gemeinsame Europarekord mit PSV Einhoven und Lazio Rom sicher, sondern auch 3,63 Millionen Euro Startprämie.

Mit einem 3:1-Vorsprung geht Sturm Graz in das Heimspiel gegen NŠ Mura (21 Uhr, live ORF1) und hat den ersten Aufstieg in eine Europacup-Gruppenphase seit zehn Jahren im Visier. „Ich bin überzeugt, dass die Slowenen ihre Chancen noch sehen. Auch aufgrund der letzten 20 Minuten im Hinspiel“, warnte Trainer Christian Ilzer. „Wir müssen mit der nötigen Schärfe und Qualität ins Spiel gehen. Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, bin ich überzeugt, dass wir in die Europa League kommen.“

Die magere Vorstellung des slowenischen Meisters in der laufenden Ligasaison – erst am Wochenende gelang der erste Sieg – wollte Ilzer nicht überbewerten. „Man darf sich nicht von der Tabelle blenden lassen. Sie haben in der Meisterschaft ein ganz anders Personal am Platz“, erklärte der Sturm-Coach. Auch er hat am Wochenende gegen die Austria (2:2) rotiert, der Kampf ums Leiberl sei groß wie nie. „Ich habe im Training eine sehr aktive, aggressive Stimmung erlebt.“

Für Ilzer wäre die Europa-League-Teilnahme Premiere und Highlight, nachdem er den WAC nach der Qualifikation 2019 für die Austria verlassen hatte. Der violette Flop ist abgehakt, mit Sturm arbeitet er sich in Österreichs Spitzenfeld vor. Der Klub ist von seiner Arbeit und der von Sportdirektor Andreas Schicker überzeugt, sodass die Verträge am Mittwoch vorzeitig um ein Jahr bis 2024 verlängert wurden.

Der Lask reiste mit einem 1:1 aus dem Hinspiel zu St. Johnstone (20 Uhr, live Puls24) in Schottland an. Trotz der schwachen Leistung vor einer Woche ist die Premiere in der neuen Conference League nach wie vor absolut in Reichweite. „Uns erwartet ein extrem intensiver Fight ab der ersten Minute. Es wird darauf ankommen, welche Mannschaft intensiver Fußball spielen kann, und das müssen wir sein“, sagte Trainer Dominik Thalhammer, der sich Kritik (noch) nicht zu Herzen nimmt. „Meine Person steht da jetzt nicht im Vordergrund, es ist für den Verein wichtig, dass wir performen und weiterkommen.“

Die Linzer spielen um die dritte Europacup-Gruppenphase in Folge, nur ein Sieg in fünf Ligarunden hat dem Selbstvertrauen nicht geschmeichelt. „Wir müssen dranbleiben, dass uns der Knopf aufgeht, dann kommen auch die Siege zu uns“, forderte Außenspieler Florian Flecker. Dass sich Philipp Wiesinger und Yannis Letard fit gemeldet haben, sollte die defensive Stabilität beim Lask erhöhen.

(swi)