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Europa League

Rapid besiegelt Aufstieg mit Sieg in der Ukraine

Leo Greiml
Leo GreimlGEPA pictures
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Ein früher Doppelschlag durch Grüll und Greiml ließ im Rückspiel bei Luhansk erst gar keine Zweifel aufkommen. Am Ende besiegelte ein 3:2-Erfolg den Einzug in die Gruppenphase.

Eiskalt hatte sich Rapid vergangene Woche vor dem gegnerischen Tor gezeigt und sich so einen 3:0-Vorteil im Play-off gegen Sorja Luhanks erarbeitet. In Saporischschja, der Exil-Heimat der Ukrainer wegen des Konflikts im Osten des Landes, machten die Hütteldorfer genau dort weiter. Gleich den ersten Abschluss brachte Marco Grüll prompt im Tor unter, er krönte damit einen schönen Konter über Maximilian Ullmann und Taxiarchis Fountas (10.).

Nach 15 Minuten war der greifbare Aufstieg so gut wie besiegelt. Einen Eckball konnte die ukrainische Abwehr nicht klären und Leo Greiml schoss aus der zweiten Reihe ein (15.). In Wien hatte der 20-Jährige als Abräumer in der ihm eigentlich angestammten Defensive geglänzt, nun trat er erstmals in seiner Karriere als Torschütze für Rapid in Erscheinung.

Auch Luhansk blieb seiner Rolle aus dem Hinspiel treu. Die Ukrainer spielten mutig nach vorne und kamen zu gute Chancen, vergaben sie aber zum Teil kläglich. Musste Paul Gartler, der für den an der Schulter lädierten Richard Strebinger zwischen den Pfosten stand, gegen Serhii Buletsa noch eingreifen (12.), verfehlten Olexandr Gladkiy (18.) und Vladyslav Kochergin (24.) das anvisierte Ziel aus besten Positionen deutlich. Erst nach einem Standard brach Gladkiy den Bann (40.), Rapid-Torhüter Gartler machte nicht die beste Figur.

Luhansk trifft nur aus Standards

Weil die Hütteldorfer nicht alle ihre Chancen nutzten (Fountas 27., Ullmann 34.), bewahrte sich Luhansk den Glauben an das Wunder. Womöglich war die Konzentration auf die Offensive auch nur die einzige Option, um die eklatanten Abwehrschwächen zu kaschieren. Die Verletzung von Stammkeeper Mykyta Shevchenko trug sicher nicht zur Stabilität bei (48.). So zwingend wie in der ersten Halbzeit waren die Chancen der Ukrainer aber nicht mehr. Rapid lauerte und erhöhte schließlich auf 3:1. Ercan Kara startete durch und ließ Fountas ins leere Tor vollenden (68.). Im Finish bekam Luhansk gleich zwei Elfmeter (ein Fehlpfiff, eine sehr harte Hands-Entscheidung) zugesprochen, Allahyar Sayyadmanesh nutzte nur den ersten zur Ergebniskosmetik (86.). Den zweiten Strafstoß ins gleiche Eck hielt Gartler.

Der erste Europacup-Auswärtssieg in dieser Saison besiegelte Rapids dritte Teilnahme an der Europa League in Folge. Bei der Auslosung heute (12 Uhr, live ORF Sport+) wird Grün-Weiß wohl aus dem vierten Topf gezogen. Napoli, Eintracht Frankfurt, Leicester City oder PSV Eindhoven warten als mögliche Gruppengegner.

(swi)