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Salzburger Festspiele

Joyce DiDonatos furioses Salzburger Barock-Feuerwerk

Joyce DiDonato (Archivbild)
Joyce DiDonato (Archivbild)Imago
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Die Mezzo-Diva triumphierte mit dem agilen Ensemble „Pomo d'oro“.

Jeder Schuss ein Treffer, jeder Ton ein Diamant. Die Musik perlt, egal was Joyce DiDonato gerade von Monteverdi bis Händel hervorzaubert. Die amerikanische Mezzo-Primadonna hält Hof beim „Canto Lirico“, dem Festspiel-Bezirk für Stimmfetischisten. Die Show ist perfekt: Gestylt mal in elegantem Zinnober, mal im engen Güldenen. Kalkuliert die Auf- und Abtritte in Trippelschrittchen, Mimik, Outrage in Takt und Metrum, und die herzerweichende Schlussansprache.

Cesti, Monteverdi und Dowland zählen hier zu den antiken Meistern, Händel zu den modernen. Unterschiede, stilistische Details sind nicht wichtig, solang die kostbare Stimme sich unbeeinträchtigt entfalten kann, bruchlos, mühelos in den Lagen- und Registerwechsel, ohne Portamenti oder übertriebenes Vibrato. Dafür strahlende Höhe und fein abgestufte Dynamik, veredelt durch silbriges Timbre. Der eher uniforme Vortrag, die Artikulation haben sich danach zu richten.