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Albertina

Die vegetative Unruhe des Hubert Scheibl

Manche wollen hier Kaninchen sehen. Der Titel lautet jedenfalls „Euglena“, also Augentierchen. Gemalt in sehr großem Format gerade eben, 2020/21.
Manche wollen hier Kaninchen sehen. Der Titel lautet jedenfalls „Euglena“, also Augentierchen. Gemalt in sehr großem Format gerade eben, 2020/21.[ Scheibl/Pixelstorm ]
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In der Pfeilerhalle verrät der Maler ein wenig über seine jüngsten Bilder, die großteils während der Lockdowns entstanden sind. Die Aktualitäten – Käfigstäbe, wilde Natur, Gletscherschmelze – sind Zufall. Aber ein willkommener.

Es ist wie so vieles auf der Welt – was giftig ist, ist auch sehr schön.“ Wir stehen vor einem Gemälde mit verwirrend tiefen violetten Changierungen. „Dioxin mauve“ heißt diese Ölfarbe. Sie ist eine von denen, die unsere Sehnerven am meisten stressen, also aktivieren, weiß Hubert Scheibl. Er sagt nie sehr viel zu seinen Bildern. Am einfachsten noch erhascht man solche Anekdoten. „Muss man denn überhaupt etwas dazu sagen? Es geht einfach um Malerei“, ist eine seiner typischen Aussagen, mit leicht verzweifeltem Blick. Stimmt auch. Was sonst. Aber man klammert sich nun einmal so gern an Narrative, bevor man sich vorsichtig in unendliche Farbdelirien gleiten lässt.