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Liquidität

Firmen zahlen Steuerschulden später

Gernot Blümel, Finanzminister
Gernot Blümel, FinanzministerDie Presse/Clemens Fabry
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Die Schonfrist für Steuerschulden und Insolvenzanträge ist seit Juli vorbei. Während die einen doch noch eine Gnadenfrist bekommen, müssen andere schon Insolvenz anmelden.

Nach einem Unfall oder bei Unwetter fährt in der Formel 1 ein sogenanntes Safety Car den anderen Autos voraus und prüft die Sicherheit der Strecke. Das Rennen muss ja weitergehen.

In dieser Phase befindet sich wohl auch die Wirtschaft. Die Covid-19-Pandemie bescherte der heimischen Wirtschaft den größten Crash seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Regierung zeigte sich mit ihrem milliardenschweren Hilfspaket inklusive Kurzarbeit sowie Umsatzersatz etc. großzügig.

Allein 5,6 Milliarden Euro gewährte die Finanz an Steuerstundungen sowie Herabsetzungen von Steuervorauszahlungen. Nun kehrt langsam wieder Normalität ein. Aktuell liegt die österreichische Wirtschaftsentwicklung laut Wifo 1,3 Prozent über dem Vorkrisenniveau und 5,1 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die Wirtschaft atmet auf.

Schonfrist für 32.000 Firmen

Doch alle Steuerschulden gleich zurückzahlen – soweit sind viele Unternehmen noch nicht. 32.000 Unternehmen brauchen weiterhin eine Ratenzahlung. Diese von Finanzminister Gernot Blümel genannte Safety-Car-Phase gibt Unternehmen, die von Corona besonders schwer getroffen worden sind, eine weitere Gnadenfrist für ihre Rückzahlung.